Feuer oder Brand? Flamme, Leidenschaft und Schussbefehl
Feuer ist die Erscheinung von Flammen, Licht und Wärme beim Verbrennen. Das Wort bezeichnet auch einen Brand, das Schießen mit Waffen und übertragen Leidenschaft.
Das Feuer hat den Menschen Wärme, Licht und gekochtes Essen gebracht – und ganze Städte zerstört. Wer „Feuer und Flamme“ für etwas ist, brennt nicht, sondern ist begeistert. Kaum ein Element steckt in so vielen Bildern der Sprache, von der Flamme der Liebe bis zum Feuer der Hölle.
- Verbrennung mit Flammen. *Wir machen ein Feuer im Garten.*
- Brand. *Das Feuer zerstörte die Scheune.*
- Schießen. *Die Soldaten eröffneten das Feuer.*
- Leidenschaft, Temperament. *Sie spielte mit viel Feuer.*
- Zündquelle für Zigaretten. *Haben Sie Feuer?*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | das Feuer | ein offenes Feuer |
| Genitiv | des Feuers | die Hitze des Feuers |
| Plural | die Feuer | die Feuer der Stadt |
| Adjektiv | feurig | ein feuriger Blick |
| Komposita | Feuerwehr, Lagerfeuer, Feuerwerk | das Feuerwerk an Silvester |
Beispiele
- Für sie lege ich die Hand ins Feuer.Ich bürge für sie; Bild aus den mittelalterlichen Gottesurteilen.
- Du spielst mit dem Feuer.Du gehst ein gefährliches Risiko ein.
- Feuer! Alle raus!Warnruf bei einem Brand; im Militär auch Schießbefehl.
Feuer, Brand, Glut
- Feuer — Oberbegriff, auch für gewolltes, kontrolliertes Feuer: *Kaminfeuer*.
- Brand — unkontrolliertes, schädliches Feuer: *Waldbrand*. Die Feuerwehr löscht einen Brand.
- Glut — glimmende Reste ohne große Flammen.
- Feuer fangen — sich entzünden, bildlich: sich begeistern oder verlieben.
- Herkunft: althochdeutsch *fiur*, verwandt mit englisch *fire* und griechisch *pŷr* (daher *Pyrotechnik*). Wo Feuer ist, ist meist auch Rauch – „kein Rauch ohne Feuer“.
Was bedeutet „Feuer und Flamme sein“?
Von etwas begeistert sein, Feuer gefangen haben.
Ist der Plural „Feuer“ üblich?
Selten, aber korrekt: Überall im Tal brannten Feuer.