Rampe: schiefe Ebene, Laderampe und Bühnenrand
Eine Rampe ist eine schräge Fläche, die zwei Höhen verbindet, etwa zum Be- und Entladen oder für Rollstühle. Im Theater heißt so auch der vordere Rand der Bühne.
Eine Rampe überbrückt einen Höhenunterschied ohne Stufen: Lastwagen werden an ihr beladen, Rollstühle und Kinderwagen rollen sie hinauf. Im Theater bezeichnet das Wort den vorderen Rand der Bühne. Wer im Rampenlicht steht, steht sprichwörtlich ganz vorn – dort, wo früher die Lampen am Bühnenrand leuchteten.
- Schräge Auffahrt oder Verladefläche. *Der Lkw setzt rückwärts an die Rampe.*
- Barrierefreier Zugang statt Treppe. *Das Rathaus hat endlich eine Rampe für Rollstühle.*
- Vorderer Bühnenrand im Theater. *Die Sängerin trat ganz nach vorn an die Rampe.*
- Startvorrichtung für Raketen oder Flugkörper. *Die Rakete stand auf der Startrampe.*
Formen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | die Rampe | Femininum |
| Genitiv | der Rampe | unverändert |
| Plural | die Rampen | Dativ: den Rampen |
| Komposita | Laderampe, Startrampe, Auffahrtsrampe | sehr häufig |
| Ableitung | Rampenlicht | meist übertragen gebraucht |
Rampe im Satz
- Die Ware wird morgens an Rampe 3 angeliefert.Logistik: Rampen werden oft nummeriert.
- Er genießt es, im Rampenlicht zu stehen.Übertragen: öffentliche Aufmerksamkeit.
- Sie ist eine echte Rampensau.Salopp, aber anerkennend: jemand, der auf der Bühne aufblüht.
Herkunft und Rampenlicht
Das Wort stammt aus dem Französischen: *rampe* bedeutet dort Auffahrt, Treppengeländer und eben auch Bühnenrampe. Es gehört zum Verb *ramper*, das ursprünglich „klettern“ und heute „kriechen“ heißt. Im 19. Jahrhundert beleuchteten Öl- und später Gaslampen die Bühne von der Rampe aus – das Licht kam also von unten. Daraus entstand das Rampenlicht, das wir heute für jede Form von Öffentlichkeit verwenden.
Wie steil darf eine Rollstuhlrampe sein?
Nach der deutschen Norm DIN 18040 höchstens 6 Prozent Steigung; bei längeren Rampen sind Zwischenpodeste vorgeschrieben.
Ist Rampensau eine Beleidigung?
Nein, im Bühnenjargon ist es eher ein Kompliment. Wegen des Wortteils „Sau“ wirkt es aber derb und passt nicht in förmliche Texte.