Rauch: Was beim Verbrennen aufsteigt
Rauch ist das sichtbare Gemisch aus Gasen und feinen Teilchen, das beim Verbrennen entsteht und aufsteigt.
Wo Rauch aufsteigt, brennt etwas – so lehrt es schon das Sprichwort. „Wo Rauch ist, ist auch Feuer“ bedeutet: An einem Gerücht ist meist etwas Wahres dran. Das Wort beschreibt aber auch Tabakqualm, Nebelschwaden in der Küche und Pläne, die spurlos verschwinden.
- Verbrennungsgase. *Aus dem Schornstein steigt schwarzer Rauch.*
- Tabakqualm. *Der Rauch der Zigarette zog durch den Raum.*
- Übertragen: Vergängliches. *Seine Versprechen waren nur Schall und Rauch.*
- Räuchern von Lebensmitteln. *Der Schinken hängt zwei Wochen im Rauch.*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Rauch | dichter Rauch |
| Genitiv | des Rauch(e)s | der Geruch des Rauchs |
| Plural | kein Plural | – |
| Verb | rauchen | Er raucht nicht mehr. |
| Kompositum | der Rauchmelder | Rauchmelder sind Pflicht. |
Beispielsätze
- Der Rauchmelder hat gepiept.In allen deutschen Bundesländern ist er in Wohnungen vorgeschrieben.
- Der Plan hat sich in Rauch aufgelöst.Redewendung: Etwas ist gescheitert oder verschwunden.
- Der Rauchfangkehrer kommt morgen.Österreichisch für Schornsteinfeger; „Rauchfang“ = Schornstein.
Redewendungen
- „Schall und Rauch“: etwas Bedeutungsloses; bekannt aus Goethes „Faust“: „Name ist Schall und Rauch“.
- „Wo Rauch ist, ist auch Feuer“: Gerüchte haben meist einen wahren Kern.
- „Rauchzeichen geben“: sich melden, ein Lebenszeichen senden.
- „Jemandem raucht der Kopf“: jemand denkt angestrengt nach.
Was ist der Unterschied zwischen Rauch und Qualm?
Qualm ist dichter, unangenehmer Rauch. „Rauch“ ist neutraler und allgemeiner; aus beiden bleibt am Ende oft Asche zurück.
Ist Rauch dasselbe wie Dampf?
Nein. Dampf ist Wasser in Gasform, etwa über einem Kochtopf. Rauch entsteht beim Verbrennen durch Feuer und enthält Ruß und andere Teilchen.