Seife: Reinigungsmittel aus Fett und Lauge

Seife ist ein Reinigungsmittel, das aus Fetten oder Ölen und einer Lauge hergestellt wird. Mit Wasser bildet sie Schaum und löst Schmutz und Fett von Haut und Gegenständen.

Die Seife gehört zu den ältesten Hilfsmitteln der Hygiene. Sie entsteht, wenn Fett mit einer Lauge reagiert – ein Vorgang, den man *Verseifung* nennt. Ein Seifenmolekül hat ein Ende, das Wasser liebt, und eines, das Fett liebt – deshalb kann es Schmutz einfach wegspülen. Ohne Wasser bleibt sie allerdings wirkungslos.

Formen im Überblick

MerkmalFormHinweis
Genusdie Seifefeminin
Genitivder Seifeunverändert
Pluraldie Seifenfür Sorten oder Stücke
Verbseifen, einseifenmit Seife einreiben
KompositaKernseife, Flüssigseife, Seifenblasehäufig

Beispiele

Herkunft

Das Wort ist germanisch: althochdeutsch *seifa*, verwandt mit englisch *soap*. Interessant ist, dass die Römer ihr Wort *sapo* offenbar von den Germanen oder Galliern übernahmen – der römische Autor Plinius beschreibt *sapo* als gallische Erfindung zum Rotfärben der Haare. Aus *sapo* stammen französisch *savon* und italienisch *sapone*. Das Wort für das Produkt reiste also von Norden nach Süden, nicht umgekehrt.

Ist Flüssigseife besser als feste Seife?

Beide reinigen gleich gut. Feste Seife kommt meist mit weniger Verpackung aus, Flüssigseife ist im Spender hygienischer zu teilen.

Was bedeutet einseifen umgangssprachlich?

Wörtlich heißt es, etwas mit Seife einreiben. Umgangssprachlich bedeutet es, jemanden zu überlisten; im Winter auch, jemandem Schnee ins Gesicht zu reiben.

Quellen

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