Milan: Greifvogel mit gegabeltem Schwanz

Der Milan ist ein Greifvogel mit langen, schmalen Flügeln und gegabeltem Schwanz. In Mitteleuropa leben vor allem der Rotmilan und der Schwarzmilan.

Wer im Sommer über offene Felder blickt, sieht oft einen großen Vogel mit tief gegabeltem Schwanz kreisen: den Milan. Am Schwanz erkennt man ihn sofort; früher nannte man den Rotmilan deshalb auch „Gabelweihe“. Etwa die Hälfte aller Rotmilane der Welt brütet in Deutschland – kaum eine andere Vogelart ist so eng an ein Land gebunden.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Milanmaskulin
Genitivdes Milans–
Pluraldie Milane–
Aussprache[ˈmiːlan] oder [miˈlaːn]beide üblich
KompositaRotmilan, Schwarzmilan–

Beispiele

Milan oder Mailand? Ein falscher Freund

Englischsprachige denken bei *Milan* an die italienische Stadt – auf Deutsch heißt sie aber Mailand. Der Vogelname hat damit nichts zu tun: Er kam über französisch *milan* von lateinisch *milvus* „Weihe, Milan“. Auch der Vorname Milan, der in slawischen Sprachen „lieb, freundlich“ bedeutet, ist ein eigenes Wort. Ähnlich wie der Falke und der Geier gehört der Milan zu den Greifvögeln, ist aber ein geschickter Segelflieger, der lange ohne Flügelschlag kreist.

Wie erkennt man einen Rotmilan?

Am tief gegabelten, rostroten Schwanz und an den hellen Feldern unter den Flügeln.

Ist der Milan geschützt?

Ja. Alle Greifvögel sind in Deutschland streng geschützt; beim Rotmilan trägt das Land wegen seines großen Weltbestandes besondere Verantwortung.

Quellen

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