Krach: Lärm, Streit und Börsencrash in einem Wort

Krach bezeichnet einen lauten, unangenehmen Lärm. Umgangssprachlich steht das Wort außerdem für einen heftigen Streit und für den plötzlichen Zusammenbruch an der Börse.

Krach ist ein lautmalendes Wort: Es klingt schon so, wie es ist. Ob Nachbarn bohren, Teller zerbrechen oder Paare sich anschreien – überall gibt es Krach. Krach kann man hören, haben und schlagen – und jedes Mal ist etwas anderes gemeint. Neutraler und sachlicher klingt Lärm.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Krachmaskulin
Genitivdes Krach(e)sbeide Formen
Pluraldie Kräche / Krachenur für Streit, selten
Verbkrachenkrachte, gekracht
KompositaBörsenkrach, Ehekrach, Krachmacherhäufig

Beispiele

Krach und Crash

Das englische *crash* und das deutsche Krach sind beide lautmalend und eng verwandt in Klang und Sinn. Beim Börseneinbruch sagt man heute oft *Crash*, früher sprach man vom Börsenkrach, etwa beim Gründerkrach von 1873. Die Wendung mit Ach und Krach ist dagegen eine alte Reimformel: Das »Ach« steht für Seufzen und Klagen, man schafft etwas also nur unter Stöhnen. Bei Streit unterscheidet man: Krach ist laut und kurz, ein Streit kann auch leise und lang sein.

Hat Krach einen Plural?

Für Lärm nicht. Für Streit gibt es die seltenen Formen Kräche oder Krache.

Was bedeutet »mit Ach und Krach«?

Etwas gerade noch, mit großer Mühe schaffen.

Quellen

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