Stempel: vom Gummistempel bis zum Blütenorgan

Ein Stempel ist ein Gerät, mit dem man Zeichen, Schrift oder ein Datum auf Papier drückt, sowie der Abdruck selbst. In der Botanik heißt so das weibliche Organ der Blüte.

Kaum ein deutsches Amt kommt ohne Stempel aus. Erst der Abdruck mit Datum und Dienstsiegel macht viele Dokumente gültig. Wer einer Sache „seinen Stempel aufdrückt“, prägt sie so deutlich, dass man seine Handschrift sofort erkennt. Das Wort hat aber noch weitere Bedeutungen – vom Bergwerk bis zur Blume.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Stempelmaskulin
Pluraldie Stempelendungslos
Verbstempelner stempelt, hat gestempelt
KompositaPoststempel, Firmenstempel, Stempelkissen–
Ableitungabstempelnauch: jemanden abwertend einordnen

Beispiele

Warum „stempeln gehen“ arbeitslos bedeutet

Früher mussten Arbeitslose regelmäßig beim Amt erscheinen und sich ihre Meldekarte abstempeln lassen. Nur wer den Stempel vorweisen konnte, bekam Unterstützung. Daraus entstand die Wendung stempeln gehen, die bis heute verstanden wird, obwohl das Verfahren längst abgeschafft ist. Verwandt in der Funktion ist das Siegel: Auch es beglaubigt, wird aber in Wachs oder Lack gedrückt.

Was ist der Unterschied zwischen Stempel und Siegel?

Ein Stempel druckt mit Farbe auf. Ein Siegel prägt ein Zeichen in eine weiche Masse und gilt als feierlicher.

Wie heißt der Plural?

Die Stempel – ohne Endung, wie bei vielen Wörtern auf -el.

Quellen

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