Atelier: die Werkstatt der Kunst

Ein Atelier ist ein Arbeitsraum für Künstler, Fotografen, Modeschöpfer oder Architekten, oft hell und mit großen Fenstern. Das Wort stammt aus dem Französischen.

Im Atelier entsteht Kunst: Hier stehen Staffeleien, Nähmaschinen oder Kameras, hier riecht es nach Farbe und Terpentin. Ein klassisches Maleratelier liegt nach Norden, weil das Licht von dort über den Tag gleichmäßig bleibt. Gesprochen wird das Wort französisch: „a-te-LJEE“.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdas Atelierneutral
Genitivdes Ateliersmit -s
Pluraldie Ateliersfranzösischer Plural
Aussprachea-te-LJEEBetonung auf der letzten Silbe
KompositaAtelierwohnung, Modeatelier, Fotoateliergebräuchlich

Beispielsätze

Vom Holzspan zur Kunst

Französisch *atelier* geht auf altfranzösisch *astelier* zurück, abgeleitet von *astele*, „Holzsplitter, Span“ (lateinisch *astula*). Ursprünglich bezeichnete es also eine Zimmermannswerkstatt, in der Späne flogen. Erst später wurde daraus der Arbeitsraum für Kunst aller Art. Im Deutschen ist das Wort seit dem 19. Jahrhundert fest verankert, verwandt im Gebrauch ist das englische Studio.

Wie lautet der Plural von Atelier?

Die Ateliers, mit gesprochenem s am Ende.

Was ist der Unterschied zwischen Atelier und Studio?

Oft keiner. *Atelier* klingt eher nach Malerei und Handwerk, *Studio* nach Fotografie, Musik oder Fernsehen.

Quellen

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