Die Sonne – warum sie im Deutschen weiblich ist

Die Sonne ist der Stern im Zentrum unseres Sonnensystems, der der Erde Licht und Wärme spendet. Auch ihr Licht und andere Sterne heißen so.

Die Sonne ist im Deutschen weiblich, der Mond männlich – in den romanischen Sprachen ist es genau umgekehrt. Für Deutschsprachige ist es „die Sonne“, für Franzosen „le soleil“ und für Italiener „il sole“. Die Sonne bestimmt Tag, Jahr und Wetter.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Sonnefeminin
Pluraldie Sonnenselten
Adjektivsonnigein sonniger Tag
KompositaSonnenbrille, Sonnenuntergang, SonnabendSonnabend = Samstag (Norden)
Wochentagder Sonntag„Tag der Sonne“

Beispielsätze

Sonne und Mond: weiblich und männlich

Im Germanischen war die Sonne weiblich, der Mond männlich; in der nordischen Mythologie fährt die Göttin Sól mit dem Sonnenwagen, ihr Bruder Máni lenkt den Mond. Das Lateinische hatte dagegen *sol* (männlich) und *luna* (weiblich). Darum gilt die Sonne in deutschen Märchen und Gedichten oft als Frau. Der Sonntag ist nach ihr benannt, wie der Montag nach dem Mond.

Wie weit ist die Sonne entfernt?

Im Mittel etwa 150 Millionen Kilometer. Ihr Licht braucht ungefähr acht Minuten bis zur Erde.

Was bedeutet „Sonnabend“?

Ein vor allem in Nord- und Ostdeutschland übliches Wort für Samstag, ursprünglich „Vorabend des Sonntags“.

Quellen

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