Sonntag: der Tag der Sonne und der Ruhe
Der Sonntag ist der Tag zwischen Samstag und Montag. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt er traditionell als Ruhetag; nach der Norm ist er der siebte Wochentag.
Der Sonntag ist für viele der ruhigste Tag der Woche: Geschäfte sind meist geschlossen, Familien frühstücken lange. In Deutschland steht der freie Sonntag sogar im Grundgesetz. Seinen Namen verdankt er allerdings nicht der Kirche, sondern der Sonne.
- Wochentag nach dem Samstag. *Am Sonntag besuchen wir die Großeltern.*
- Feiertag, Ruhetag. *Sonntags wird bei uns nicht gearbeitet.*
- Etwas Besonderes (in Komposita). *Sie trug ihr Sonntagskleid.*
Formen und Schreibung
| Form | Schreibung | Beispiel |
|---|---|---|
| Nomen | der Sonntag | ein sonniger Sonntag |
| Genitiv | des Sonntags | am Morgen des Sonntags |
| Plural | die Sonntage | alle Sonntage im Mai |
| Adverb | sonntags | sonntags geschlossen |
| Tageszeit | Sonntagabend | am Sonntagabend |
Beispiele
- Das Museum ist sonntags geöffnet.Adverb: klein geschrieben, mit -s – regelmäßig an Sonntagen.
- Wir treffen uns am Sonntag um zehn.Mit Präposition und Artikel groß geschrieben.
- Sie ist ein Sonntagskind.Sprichwörtlich: ein Mensch, der Glück hat.
Herkunft und Sonntagsschutz
*Sonntag* ist eine Lehnübersetzung des lateinischen *dies solis* „Tag der Sonne“; das englische *Sunday* hat dieselbe Herkunft. Rechtlich ist der Tag in Deutschland besonders geschützt: Artikel 140 des Grundgesetzes übernimmt eine Regel der Weimarer Verfassung, wonach Sonntage „als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung“ gesetzlich geschützt bleiben. Nach internationaler Norm beginnt die Woche übrigens am Montag – der Sonntag ist also der letzte Tag.
Schreibt man sonntags groß oder klein?
Klein, denn es ist ein Adverb. Groß schreibt man das Nomen: der Sonntag, am Sonntag.
Was kommt vor dem Sonntag?
Der Samstag, im Norden und Osten Deutschlands auch Sonnabend genannt.