Der Mond ist männlich, die Sonne weiblich – anders als im Französischen
Der Mond ist der natürliche Himmelskörper, der die Erde umkreist. Allgemein heißt so jeder Trabant eines Planeten; dichterisch steht Mond auch für den Monat.
Der Mond begleitet die Menschheit als Kalender, Lichtquelle und Sehnsuchtsort. Im Deutschen ist der Mond männlich und die Sonne weiblich – im Französischen und Italienischen ist es genau umgekehrt. Seit 1969 haben zwölf Menschen ihn betreten.
- Erdtrabant. *Heute Nacht ist Vollmond.*
- Trabant eines Planeten. *Jupiter hat zahlreiche Monde.*
- Mondsichel als Form oder Symbol. *Auf der Flagge ist ein Mond abgebildet.*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Mond | der volle Mond |
| Genitiv | des Mond(e)s | das Licht des Mondes |
| Plural | die Monde | die Monde des Saturn |
| Kompositum | der Vollmond | bei Vollmond |
| Kompositum | die Mondfinsternis | eine totale Mondfinsternis |
Beispiele
- Du lebst wohl hinter dem Mond!Umgangssprachlich: Du bist nicht auf dem neuesten Stand.
- Den Kredit kannst du in den Mond schreiben.Das Geld ist verloren.
- Ich könnte ihn auf den Mond schießen.Scherzhaft: Ich will ihn weit weg haben.
Mond, Monat und Montag
Mond, Monat und Montag gehen auf dieselbe Wurzel zurück. Ein Monat entspricht ungefähr einem Mondzyklus von etwa 29,5 Tagen. Der Montag ist der „Tag des Mondes“ – eine Lehnübersetzung des lateinischen *dies Lunae*, die auch im englischen *Monday* steckt. Das Gegenstück am Himmel ist die Sonne, die dem Sonntag ihren Namen gibt. Viele Wörter der Zeitrechnung sind also aus der Beobachtung des Himmels entstanden.
Warum ist der Mond im Deutschen männlich?
Das Genus ist germanisches Erbe; in germanischen Mythen ist der Mond oft männlich, die Sonne weiblich.
Was ist ein Blutmond?
Umgangssprachlich der rötlich gefärbte Mond während einer totalen Mondfinsternis.