Ärger oder Wut? Ein Gefühl und eine Menge Unannehmlichkeiten
Ärger ist das Gefühl von Unmut und Gereiztheit über etwas Unangenehmes. Außerdem bezeichnet das Wort Schwierigkeiten oder Streit, die man bekommt oder macht.
Ärger steckt im Kopf und auf dem Konto: Man empfindet ihn, und man kriegt ihn. Wer sich ärgert, bestraft sich selbst für die Fehler der anderen, sagt ein bekannter Spruch.
- Gefühl des Unmuts. *Seinen Ärger konnte er kaum verbergen.*
- Unannehmlichkeiten, Streit. *Wenn du zu spät kommst, gibt es Ärger.*
- Verdruss, Mühe. *Mit dem neuen Auto hatten wir nur Ärger.*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus und Artikel | der Ärger | der Ärger wächst |
| Genitiv | des Ärgers | trotz des Ärgers |
| Plural | keiner | nur Singular |
| Verb | (sich) ärgern | sich über etwas ärgern |
| Adjektiv | ärgerlich | ein ärgerlicher Fehler |
Beispielsätze
- Mach keinen Ärger!Umgangssprachliche Warnung.
- Ich ärgere mich über die Verspätung.*sich ärgern über* + Akkusativ.
- Mensch, ärgere dich nicht!Name eines bekannten Brettspiels aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Herkunft: ärger als arg
Hinter dem Wort steckt das Adjektiv *arg* „schlimm, böse“. Seine Steigerung *ärger* („schlimmer“) bildete die Grundlage für das Verb *ärgern*, ursprünglich „schlechter machen, reizen“. Aus dem Verb entstand schließlich das Nomen *Ärger*. Die alte Steigerung lebt noch in festen Wendungen wie *es wird immer ärger* oder *im Argen liegen*. Steigt der Ärger stark an, wird daraus Wut oder, gehobener, Zorn.
Hat Ärger einen Plural?
Nein, *Ärger* steht nur im Singular. Für einzelne Vorfälle sagt man etwa *Ärgernisse* oder *Unannehmlichkeiten*, umgangssprachlich auch *Scherereien*.
Ist Ärger dasselbe wie schlechte Laune?
Nicht ganz. Ärger hat meist einen konkreten Anlass. Schlechte Laune kann ohne erkennbaren Grund bestehen.