Ärger oder Wut? Ein Gefühl und eine Menge Unannehmlichkeiten

Ärger ist das Gefühl von Unmut und Gereiztheit über etwas Unangenehmes. Außerdem bezeichnet das Wort Schwierigkeiten oder Streit, die man bekommt oder macht.

Ärger steckt im Kopf und auf dem Konto: Man empfindet ihn, und man kriegt ihn. Wer sich ärgert, bestraft sich selbst für die Fehler der anderen, sagt ein bekannter Spruch.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Genus und Artikelder Ärgerder Ärger wächst
Genitivdes Ärgerstrotz des Ärgers
Pluralkeinernur Singular
Verb(sich) ärgernsich über etwas ärgern
Adjektivärgerlichein ärgerlicher Fehler

Beispielsätze

Herkunft: ärger als arg

Hinter dem Wort steckt das Adjektiv *arg* „schlimm, böse“. Seine Steigerung *ärger* („schlimmer“) bildete die Grundlage für das Verb *ärgern*, ursprünglich „schlechter machen, reizen“. Aus dem Verb entstand schließlich das Nomen *Ärger*. Die alte Steigerung lebt noch in festen Wendungen wie *es wird immer ärger* oder *im Argen liegen*. Steigt der Ärger stark an, wird daraus Wut oder, gehobener, Zorn.

Hat Ärger einen Plural?

Nein, *Ärger* steht nur im Singular. Für einzelne Vorfälle sagt man etwa *Ärgernisse* oder *Unannehmlichkeiten*, umgangssprachlich auch *Scherereien*.

Ist Ärger dasselbe wie schlechte Laune?

Nicht ganz. Ärger hat meist einen konkreten Anlass. Schlechte Laune kann ohne erkennbaren Grund bestehen.

Quellen

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