Riese: Bedeutung, Formen und wer „Adam Riese“ war

Ein Riese ist eine Gestalt aus Märchen und Mythen von übermenschlicher Größe. Übertragen nennt man so auch sehr große Menschen oder mächtige Unternehmen.

Der Riese bevölkert die Sagen der Germanen ebenso wie die Märchen der Brüder Grimm. Heute sagt man das Wort auch über einen großen Menschen oder ein großes Unternehmen. „Nach Adam Riese“ bezieht sich übrigens nicht auf einen Riesen, sondern auf Adam Ries, einen Rechenmeister des 16. Jahrhunderts.

Formen und Wortfamilie

FormWortHinweis
Genus + Artikelder RieseMaskulinum
Genitivdes Riesenschwache Deklination
Pluraldie Riesen—
Femininumdie RiesinPlural Riesinnen
Ableitungenriesig, riesengroß, RiesenradRiesen- als Verstärkung

Riese in Beispielsätzen

Adam Ries

Adam Ries (1492–1559) wirkte vor allem im sächsischen Annaberg und schrieb Rechenbücher auf Deutsch statt auf Latein. Dadurch konnten Handwerker und Händler das schriftliche Rechnen mit arabischen Ziffern lernen. Seine Bücher waren so verbreitet, dass sein Name sprichwörtlich wurde. Die Form „Riese“ geht auf zeitgenössische Schreibweisen und alte Beugungsformen seines Namens zurück. Mit dem riesigen Monster aus Sagen hat er also nichts zu tun.

Wie dekliniert man Riese?

Schwach: der Riese, des Riesen, dem Riesen, den Riesen. „Dem Riese“ ist falsch.

Schreibt man riesengroß zusammen?

Ja. Riesen- als Verstärkung wird mit dem folgenden Wort zusammengeschrieben: Riesenhunger, riesengroß.

Quellen

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