Wer nicht bei Trost ist, braucht keinen Trost

Trost ist der Zuspruch oder die Erleichterung, die jemandem in Schmerz, Trauer oder Enttäuschung hilft. Auch ein kleiner Lichtblick in einer schlechten Lage kann ein Trost sein.

Wer weint, braucht Trost: eine Umarmung, ein gutes Wort, eine Tasse Tee. Trost nimmt den Kummer nicht weg, aber er macht ihn erträglicher. Wer nicht ganz bei Trost ist, hat dagegen nicht Kummer, sondern den Verstand verloren.

Formen und Wortfamilie

MerkmalFormBeispiel
Genusder Trost (maskulin)ein kleiner Trost
Genitivdes Trostes / TrostsWorte des Trostes
Pluralkein Plural—
Verbtröstenein Kind trösten
Adjektivtröstlich, trostloseine trostlose Gegend

Beispielsätze

Herkunft: Trost, treu und trust

Althochdeutsch *trōst* bedeutete „Zuversicht, Vertrauen, Ermutigung“. Das Wort gehört zur Familie von treu und *trauen*; im Englischen sind *trust* und *true* verwandt. Ursprünglich war Trost also das, worauf man sich verlassen kann – ein innerer Halt. Daraus erklärt sich auch *nicht bei Trost sein*: Wer seinen inneren Halt verloren hat, ist nicht ganz bei Sinnen. Das Adjektiv *trostlos* beschreibt heute eher Orte und Lagen ohne jede Hoffnung, etwa *eine trostlose Plattenbausiedlung* oder *ein trostloser Novembertag*.

Was bedeutet „nicht ganz bei Trost sein“?

Verrückt oder unvernünftig handeln. Es ist umgangssprachlich und leicht vorwurfsvoll.

Hat Trost einen Plural?

Nein. Man sagt *tröstende Worte* oder *Trostworte*.

Quellen

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