Rede: Ansprache, Gespräch und Grammatik
Eine Rede ist ein öffentlicher, meist vorbereiteter mündlicher Vortrag vor Zuhörern. Allgemein bezeichnet das Wort auch das Sprechen und das Gesagte, etwa in der direkten und indirekten Rede.
Eine gute Rede kann ein Publikum bewegen, eine schlechte langweilt es. In der Grammatik ist „Rede“ zudem alles, was jemand sagt. „Nicht der Rede wert“ ist die bescheidene Antwort auf ein Dankeschön: Es lohnt sich nicht einmal, darüber zu sprechen.
- Öffentliche Ansprache. *Die Kanzlerin hielt eine Rede.*
- Das Sprechen, Gesagtes. *Seine Rede war kaum zu verstehen.*
- Gespräch, Thema. *Wovon ist die Rede?*
- Grammatik: Wiedergabe von Äußerungen. *direkte und indirekte Rede*
Formen und Ableitungen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | die Rede (feminin) | eine kurze Rede |
| Plural | die Reden | lange Reden halten |
| Verb | reden | Wir müssen reden. |
| Person | der Redner, die Rednerin | eine gute Rednerin |
| Kompositum | die Festrede | die Festrede zum Jubiläum |
Beispielsätze
- Danke! – Nicht der Rede wert.Bescheidene Antwort: gern geschehen.
- Ich habe ihn zur Rede gestellt.Ich habe Rechenschaft von ihm verlangt.
- Davon kann keine Rede sein.Entschiedene Verneinung: Das stimmt überhaupt nicht.
Direkte und indirekte Rede
In der direkten Rede steht das Gesagte wörtlich in Anführungszeichen: *Sie sagte: „Ich komme morgen.“* In der indirekten Rede wird es berichtet, standardsprachlich im Konjunktiv I: *Sie sagte, sie komme morgen.* Ist der Konjunktiv I nicht vom Indikativ zu unterscheiden, weicht man auf den Konjunktiv II aus: *Sie sagten, sie hätten keine Zeit.* Im Alltag wird oft der Indikativ verwendet. Eine Rede besteht aus Worten; ein sachlicher Vortrag ist eher belehrend.
Was ist der Unterschied zwischen Rede und Vortrag?
Eine Rede will überzeugen oder feiern, etwa bei einem Fest. Ein Vortrag vermittelt vor allem Wissen.
Was bedeutet „Rede und Antwort stehen“?
Sich Fragen stellen und Rechenschaft ablegen.