Rede: Ansprache, Gespräch und Grammatik

Eine Rede ist ein öffentlicher, meist vorbereiteter mündlicher Vortrag vor Zuhörern. Allgemein bezeichnet das Wort auch das Sprechen und das Gesagte, etwa in der direkten und indirekten Rede.

Eine gute Rede kann ein Publikum bewegen, eine schlechte langweilt es. In der Grammatik ist „Rede“ zudem alles, was jemand sagt. „Nicht der Rede wert“ ist die bescheidene Antwort auf ein Dankeschön: Es lohnt sich nicht einmal, darüber zu sprechen.

Formen und Ableitungen

MerkmalFormBeispiel
Genusdie Rede (feminin)eine kurze Rede
Pluraldie Redenlange Reden halten
VerbredenWir müssen reden.
Personder Redner, die Rednerineine gute Rednerin
Kompositumdie Festrededie Festrede zum Jubiläum

Beispielsätze

Direkte und indirekte Rede

In der direkten Rede steht das Gesagte wörtlich in Anführungszeichen: *Sie sagte: „Ich komme morgen.“* In der indirekten Rede wird es berichtet, standardsprachlich im Konjunktiv I: *Sie sagte, sie komme morgen.* Ist der Konjunktiv I nicht vom Indikativ zu unterscheiden, weicht man auf den Konjunktiv II aus: *Sie sagten, sie hätten keine Zeit.* Im Alltag wird oft der Indikativ verwendet. Eine Rede besteht aus Worten; ein sachlicher Vortrag ist eher belehrend.

Was ist der Unterschied zwischen Rede und Vortrag?

Eine Rede will überzeugen oder feiern, etwa bei einem Fest. Ein Vortrag vermittelt vor allem Wissen.

Was bedeutet „Rede und Antwort stehen“?

Sich Fragen stellen und Rechenschaft ablegen.

Quellen

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