Ruhm vergeht, der Nachruhm bleibt – manchmal
Ruhm ist das hohe Ansehen, das jemand durch große Leistungen oder Taten bei vielen Menschen genießt. Das Wort hat keinen Plural.
Ruhm ist Anerkennung im großen Maßstab: Nicht nur Freunde, sondern Fremde kennen den Namen. Ruhm kann man nicht kaufen, nur verdienen – oder zufällig erwischen. Das Wort ist feierlicher als Bekanntheit und älter als Prominenz.
- Großes Ansehen durch Leistungen. *Der Roman brachte ihr Weltruhm.*
- Ehre, Glanz. *Sie kämpften für den Ruhm ihres Landes.*
- Religiös: Lobpreis. *zum Ruhme Gottes*
Formen und Wortfamilie
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Ruhm | Maskulinum |
| Genitiv | des Ruhm(e)s | beide korrekt |
| Plural | — | kein Plural |
| Verb | rühmen | loben, preisen |
| Adjektive | berühmt, ruhmreich | sehr häufig |
Beispielsätze
- Mit diesem Ergebnis hat sich die Mannschaft nicht gerade mit Ruhm bekleckert.Ironische Redewendung: keine gute Leistung gezeigt.
- Der Ruhm stieg ihm zu Kopf.Er wurde durch den Erfolg eingebildet.
- Zum Ruhme der Stadt wurde ein Denkmal errichtet.Altertümlicher Dativ auf -e, heute feierlich.
Wendungen und Wortfamilie
- sich nicht mit Ruhm bekleckern: eine schwache Leistung zeigen; das Bild ist ein Fleck auf dem Ehrenkleid.
- Nachruhm: der Ruhm, der einem Menschen nach seinem Tod bleibt.
- 15 Minuten Ruhm: nach einem Andy Warhol zugeschriebenen Satz, dass in Zukunft jeder für 15 Minuten berühmt sein werde.
- berühmt: eigentlich Partizip von *berühmen* »preisen« – wer berühmt ist, ist ursprünglich »gepriesen«.
- Eng verbunden sind Erfolg und Ruhm; wer ihn lange behält, wird zur Legende.
Hat »Ruhm« einen Plural?
Nein. Wer verschiedene Ehrungen meint, sagt »Ehrungen« oder »Auszeichnungen«.
Was ist der Unterschied zwischen Ruhm und Ehre?
Ehre ist die Achtung, die einem zusteht, auch im kleinen Kreis. Ruhm ist weitreichende Bekanntheit durch große Leistungen.