Rand: äußere Begrenzung einer Fläche
Der Rand ist die äußere Begrenzung oder der Saum einer Fläche oder eines Gegenstands. Übertragen meint er auch das Abseits, etwa den Rand der Gesellschaft.
Der Rand ist dort, wo etwas aufhört: die Kante eines Tellers, der Saum eines Waldes, die äußerste Zone einer Stadt. Das Gegenteil ist die Mitte. Wer am Rand steht, sieht oft mehr, gehört aber nicht ganz dazu.
- Äußere Begrenzung. *Er füllte das Glas bis zum Rand.*
- Seitenrand eines Blattes. *Notizen stehen am Rand.*
- Randzone, Peripherie. *Sie wohnen am Rand der Stadt.*
- Abseits (übertragen). *Menschen am Rand der Gesellschaft*
- Mund (salopp). *Halt den Rand!*
Formen
| Form | Wort | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Rand | ein schmaler Rand |
| Genitiv | des Rand(e)s | am Ende des Randes |
| Plural | die Ränder | dunkle Ränder unter den Augen |
| Komposita | Stadtrand, Waldrand | am Waldrand |
| Adjektiv | randvoll | ein randvolles Glas |
Beispielsätze
- Am Rande bemerkt: Das Treffen ist verschoben.„Am Rande“ = nebenbei.
- Mit der Aufgabe komme ich nicht zu Rande.Auch „zurande kommen“: bewältigen.
- Halt endlich den Rand!Salopp und unhöflich: „Sei still!“
Redewendungen und Kurioses
- außer Rand und Band – ausgelassen, nicht mehr zu bändigen.
- am Rande des Abgrunds – kurz vor dem Ruin.
- Randgruppe, Randnotiz, Randerscheinung – Komposita für Nebensächliches oder Ausgegrenztes.
- Die Währung Südafrikas heißt Rand. Sie ist nach dem Witwatersrand benannt, einem goldreichen Höhenzug; niederländisch bzw. afrikaans *rand* bedeutet „Rand, Kamm“.
- Eine Linie, an der etwas endet, ist eine Grenze; wo zwei Ränder sich treffen, entsteht eine Ecke.
Schreibt man „zu Rande“ oder „zurande“?
Beides ist korrekt: „zu Rande kommen“ und „zurande kommen“.
Ist „Halt den Rand“ beleidigend?
Es ist sehr salopp und unhöflich, ähnlich wie „Halt die Klappe“.