Quelle: wo Wasser entspringt und Wissen herkommt

Eine Quelle ist eine Stelle, an der Wasser aus dem Boden tritt. Übertragen bezeichnet das Wort den Ursprung von etwas, besonders den Ursprung einer Information.

An einer Quelle beginnt jeder Fluss, und jede gute Recherche beginnt ebenfalls mit einer. Wer an der Quelle sitzt, bekommt Wasser, Waren oder Informationen aus erster Hand. Journalisten schützen ihre Quellen, Wissenschaftlerinnen geben sie an.

Formen und Wortbildung

MerkmalFormBeispiel
Genusdie Quelle (feminin)an der Quelle
Genitivder QuelleAngabe der Quelle
Pluraldie QuellenQuellen prüfen
VerbquellenDer Reis quillt auf.
KompositaHeilquelle, Energiequelle, Quellenangabe, Quellwassereine heiße Quelle

Beispielsätze

Herkunft

„Quelle“ gehört zum Verb *quellen*, „hervordringen, anschwellen“, althochdeutsch *quellan*. Gemeint ist das Wasser, das aus dem Boden hervorquillt. Interessant ist die starke Beugung: „Der Teig quillt, quoll, ist gequollen“. Davon zu unterscheiden ist das schwache Verb *quälen*, das nichts damit zu tun hat. Die übertragene Bedeutung „Ursprung einer Nachricht“ ist seit dem 18. Jahrhundert belegt; Historiker unterscheiden heute Primärquellen (aus der Zeit selbst) und Sekundärquellen (spätere Darstellungen), etwa ein Zeitzeugenbericht gegenüber einem Lehrbuch.

Was heißt „an der Quelle sitzen“?

Direkten Zugang zu etwas haben, etwa zu Informationen oder günstigen Waren.

Was ist ein Quelltext?

In der Informatik der für Menschen lesbare Text eines Programms, auch Quellcode genannt.

Quellen

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