Willen und Wille: Was steckt hinter „um … willen“?

„Willen“ ist eine Form von „der Wille“, dem bewussten Streben nach einem Ziel. Daneben steht es in der Präposition „um … willen“ (wegen, zugunsten).

Die Form Willen begegnet einem öfter als *Wille*: *gegen meinen Willen*, *mit gutem Willen*, *um Gottes willen*. „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ – aber in fast jedem anderen Satz heißt es „Willen“. Das liegt an der Deklination.

Formen

KasusFormHinweis
Nominativder Wille / der Willen„Willen“ seltene Nebenform
Genitivdes Willensmit -ns
Dativdem Willenmit dem Willen
Akkusativden Willengegen seinen Willen
Pluraldie Willenkaum gebräuchlich

Beispielsätze

Grammatik: Wille, Willen und willen

Heißt es „der Wille“ oder „der Willen“?

Standard ist *der Wille*. *Der Willen* gilt als seltene Nebenform; in den anderen Fällen heißt es *Willen*.

Wie schreibt man „um Himmels willen“?

Mit kleinem *willen*. Es ist eine Präposition mit Genitiv, keine Nomenform.

Quellen

WhatsAppXTelegramFacebook

Mehr Wörter mit 6 Buchstaben