„Text“ kommt vom Weben – eine Wortgeschichte

Ein Text ist eine zusammenhängende Folge von Sätzen, geschrieben oder gesprochen. Auch die Worte zu einem Lied oder einer Oper heißen Text.

Ob Zeitungsartikel, Gedicht oder Kurznachricht – alles davon ist ein Text. Ein Text ist im Ursprung ein „Gewebe“ aus Wörtern. Die Verwandtschaft mit dem Gewebe und mit Textilien ist kein Zufall.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Genusder Textein kurzer Text
Genitivdes Texts / Textesder Sinn des Textes
Pluraldie TexteTexte übersetzen
VerbtextenWerbung texten
KompositaLiedtext, Textnachrichteine Textnachricht schicken

Beispiele

Herkunft: vom Webstuhl zur Seite

Lateinisch *textus* bedeutet „Gewebe, Geflecht“ und gehört zum Verb *texere* „weben, flechten“. Schon römische Rhetoriker beschrieben eine Rede als kunstvoll gewebtes Gebilde. Im Mittelalter bezeichnete *textus* vor allem den Wortlaut der Bibel; so gelangte das Wort ins Deutsche. Aus derselben Wurzel stammen *Textil* und *Textur*. Auch der *Kontext* ist wörtlich das „Mitgewebte“, also das, was einen Satz umgibt.

Heißt es „des Texts“ oder „des Textes“?

Beides ist korrekt. Die längere Form *des Textes* gilt als etwas gehobener.

Was ist ein Texter?

Jemand, der beruflich Texte schreibt, etwa für Werbung, Lieder oder Websites.

Ist „Text“ dasselbe wie „Wort“?

Nein. Ein Wort ist eine einzelne Einheit, ein Text besteht aus vielen Sätzen, die inhaltlich zusammenhängen.

Quellen

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