Bäcker: Wer Brot, Brötchen und Kuchen macht
Ein Bäcker ist ein Handwerker, der Brot, Brötchen, Kuchen und anderes Gebäck herstellt. Umgangssprachlich meint „der Bäcker“ auch die Bäckerei selbst.
Der Bäcker steht oft schon um drei Uhr morgens in der Backstube, damit es zum Frühstück frisches Brot gibt. Deutschland ist für seine Brotvielfalt bekannt, und die Bäckerei an der Ecke gehört zum Alltag. „Ich geh mal schnell zum Bäcker“ ist einer der deutschesten Sätze überhaupt.
- Handwerker, der Backwaren herstellt. *Sie macht eine Ausbildung zur Bäckerin.*
- Umgangssprachlich: Bäckerei. *Holst du Brötchen beim Bäcker?*
Formen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Bäcker | maskulin |
| Genitiv | des Bäckers | Endung -s |
| Plural | die Bäcker | endungslos |
| Weiblich | die Bäckerin | Plural Bäckerinnen |
| Komposita | Bäckerei, Bäckermeister, Zuckerbäcker | Zuckerbäcker = Konditor, süddt./österr. |
Beispiele
- Unser Bäcker hat sonntags bis elf geöffnet.Mit „beim, zum Bäcker“ ist meist das Geschäft gemeint.
- Der Bäckermeister backt seinen Sauerteig noch selbst.Bäckermeister ist der Meistertitel im Handwerk.
- Ein Bäckerdutzend sind dreizehn Stück.Ein Brötchen extra als Zugabe.
Regionale Wörter und Namen
Im Süden und in der Schweiz sagte man früher oft *Beck* statt Bäcker, wie viele Familiennamen zeigen: Becker, Beck, Pfister. *Pfister* stammt vom lateinischen *pistor* „Müller, Bäcker“. In Österreich hört man außerdem *Bäck*. Das Wort selbst ist einfach vom Verb *backen* abgeleitet. Wer Torten und feines Gebäck herstellt, ist dagegen Konditor; in Österreich heißt er traditionell *Zuckerbäcker*. Wichtigster Rohstoff des Bäckers ist das Mehl.
Sagt man „beim Bäcker“ oder „bei der Bäckerei“?
Beides ist richtig. „Beim Bäcker“ ist umgangssprachlich üblicher.
Was ist ein Bäckerdutzend?
Dreizehn Stück. Der Ausdruck geht auf den alten Brauch zurück, ein Stück mehr zu geben, um nicht als Betrüger zu gelten.