Wer die Wahl hat, hat die Qual: das Wort Qual erklärt

Qual bezeichnet starkes körperliches oder seelisches Leiden. Abgeschwächt meint es auch etwas sehr Mühsames oder Lästiges.

Die Qual ist mehr als ein Schmerz: Sie dauert an und zermürbt. Im Alltag wird das Wort aber auch augenzwinkernd gebraucht, etwa für eine lange Sitzung. Das bekannteste Sprichwort dazu lautet: Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Formen und Wortfamilie

FormWortBeispiel
Nomen, Pluraldie Qual, die Qualenunter Qualen sterben
VerbquälenEr quält sich die Treppe hoch.
Adjektivqualvollein qualvoller Tod
Nomendie QuälereiTierquälerei ist strafbar.
Personder Quälgeistlästiges Kind

Beispiele

Qual und Qualität: kein Verwandtschaftsverhältnis

Trotz gleicher Anfangsbuchstaben hat Qual nichts mit *Qualität* zu tun. Qual stammt vom althochdeutschen *quala* und ist ein Erbwort germanischer Herkunft, verwandt mit dem englischen *quell* ‚unterdrücken‘. Qualität dagegen kommt vom lateinischen *qualis* ‚wie beschaffen‘. Das Sprichwort von der Wahl lebt gerade vom Reim auf -al, nicht von einer gemeinsamen Wurzel.

Was bedeutet ‚die Qual der Wahl‘?

Man hat so viele gute Möglichkeiten, dass die Entscheidung schwerfällt. Gemeint ist eine eher angenehme Schwierigkeit.

Schreibt man quälen mit ä oder e?

Mit ä, weil es von Qual abgeleitet ist. Dasselbe Prinzip gilt für Quälerei und Tierquäler.

Quellen

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