Ein Pirat raubt – auf hoher See und im Internet

Ein Pirat ist ein Seeräuber, der Schiffe überfällt und ausplündert. Übertragen nennt man so auch Menschen, die fremde Werke oder Marken unerlaubt kopieren, etwa Produktpiraten.

Der Pirat ist eine Figur zwischen Schrecken und Romantik. Kinder verkleiden sich mit Augenklappe und Holzbein, während echte Piraterie bis heute Schiffe bedroht. Ein Pirat lebt vom Raub, ob auf hoher See oder im Internet. Die Bedeutung hat sich vom Meer weit entfernt.

Formen

KasusSingularPlural
Nominativder Piratdie Piraten
Genitivdes Piratender Piraten
Dativ / Akkusativdem / den Piratenden / die Piraten
Femininumdie Piratindie Piratinnen
Ableitungdie PiraterieSeeraub, Raubkopie

Beispiele

Herkunft und Verwandtes

*Pirat* geht über italienisch *pirata* und lateinisch *pirata* auf griechisch *peiratḗs* zurück, wörtlich etwa „einer, der etwas versucht, angreift“, zu *peirân* „versuchen, wagen“. Im Deutschen sagte man lange eher *Seeräuber*; *Pirat* setzte sich erst später durch. Ein *Freibeuter* oder *Kaperfahrer* dagegen handelte mit einem staatlichen Kaperbrief und galt daher – zumindest bei seinem Auftraggeber – nicht als Verbrecher. Ein naher Verwandter an Land ist der Bandit, das Ziel der Begierde war das Schiff und seine Ladung.

Heißt es „den Pirat“ oder „den Piraten“?

Den Piraten. *Pirat* wird schwach dekliniert wie *Soldat* oder *Bandit*.

Was ist der Unterschied zwischen Pirat und Freibeuter?

Ein Pirat raubt auf eigene Rechnung, ein Freibeuter im Auftrag eines Staates mit Kaperbrief.

Quellen

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