Weste: ärmelloses Kleidungsstück mit sprichwörtlicher Reinheit

Eine Weste ist ein ärmelloses, vorn meist zu knöpfendes Kleidungsstück, das über Hemd oder Bluse getragen wird. Dazu gehören auch Schutzwesten wie Warn-, Schwimm- oder Schutzweste.

Die Weste ist ein Kleidungsstück ohne Ärmel, das den Oberkörper wärmt und die Arme frei lässt. Zum dreiteiligen Anzug gehört sie klassisch dazu, zwischen Hemd und Sakko. Wer eine weiße Weste hat, braucht dafür kein Kleidungsstück – nur ein gutes Gewissen. Daneben gibt es viele Westen, die schützen sollen.

Formen und Arten

MerkmalFormHinweis
Genusdie Westefeminin
Pluraldie Westen
Diminutivdas Westchenselten
SchutzWarnweste, Schwimmweste, Schutzweste
ModeStrickweste, Daunenweste, Anzugweste

Beispiele

Redewendung: eine weiße Weste haben

Eine weiße (saubere) Weste haben bedeutet, nichts Unrechtes getan zu haben und keinen Makel im Ruf zu tragen. Das Bild ist leicht zu verstehen: Auf einem weißen Stoff sieht man jeden Fleck sofort. Die Wendung ist vor allem in Politik, Sport und Wirtschaft beliebt, wenn es um Skandale oder Doping geht. Das Wort Weste selbst kam im 17. Jahrhundert über das französische *veste* ins Deutsche; dieses geht über das Italienische auf lateinisch *vestis* „Kleid“ zurück.

Ist eine Weste dasselbe wie eine [Jacke](/dictionary/jacke)?

Nein. Eine Jacke hat Ärmel, eine Weste nicht.

Was bedeutet eine weiße Weste haben?

Unbescholten sein, sich nichts zuschulden kommen lassen.

Quellen

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