Nacht: die dunkle Tageszeit und warum Weihnachten sie im Namen trägt
Die Nacht ist die Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang, in der es dunkel ist und die meisten Menschen schlafen.
Die Nacht ist die dunkle Hälfte des Tages. Sie steht für Ruhe und Schlaf, aber auch für Gefahr, Geheimnis und Abenteuer, und sie ist das Thema unzähliger Lieder und Gedichte. Die Germanen zählten die Zeit nach Nächten – deshalb heißt das Fest „Weihnachten“, die geweihten Nächte.
- Dunkle Tageszeit. *In der Nacht hat es geschneit, am Morgen war alles weiß.*
- Übernachtung. *Eine Nacht im Hotel kostet 90 Euro, Frühstück inklusive.*
- Dunkelheit, Finsternis (gehoben). *Die Stadt versank in Nacht.*
Formen und Schreibung
| Form | Wort | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus + Artikel | die Nacht | Femininum |
| Genitiv | der Nacht | |
| Plural | die Nächte | mit Umlaut |
| Adverb | nachts | klein: „nachts um drei“ |
| Komposita | Mitternacht, Weihnachten, Nachtisch | Nachtisch kommt von „nach“! |
Nacht in Beispielsätzen
- Gute Nacht und schlaf gut!Gruß vor dem Schlafengehen.
- Wir kommen heute Nacht zurück.„heute Nacht“, „gestern Nacht“: Nacht wird nach solchen Zeitadverbien großgeschrieben.
- Er arbeitet nachts im Krankenhaus.Adverb „nachts“ immer klein.
Redewendungen
- über Nacht – ganz plötzlich („Sie wurde über Nacht berühmt“)
- sich die Nacht um die Ohren schlagen – nicht schlafen
- bei Nacht und Nebel – heimlich
- die Nacht zum Tag machen – durchfeiern; am Himmel steht dann der Mond
Was ist der Unterschied zwischen Abend und Nacht?
Der Abend ist die Zeit nach Feierabend bis etwa zum Schlafengehen; die Nacht folgt danach und reicht bis zum Morgen.
Woher kommt das Wort?
Von althochdeutsch *naht*; verwandt mit lateinisch *nox, noctis* und englisch *night*. Auch englisch *fortnight* („vierzehn Nächte“) zeigt das alte Zählen nach Nächten.