Boxer: Sportler, Hunderasse und Unterhose

Ein Boxer ist ein Sportler, der mit Fäusten in gepolsterten Handschuhen kämpft. Das Wort bezeichnet außerdem eine deutsche Hunderasse und, im Plural, weite Unterhosen (Boxershorts).

Der Boxer steht im Ring, liegt auf dem Sofa oder hängt im Wäscheschrank – das Wort hat drei ganz verschiedene Bedeutungen. Der Hund heißt Boxer, weil er beim Spielen gern mit den Vorderpfoten schlägt – so jedenfalls die bekannteste Erklärung. Der Sportler ist das Original.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Boxermaskulin
Genitivdes BoxersEndung -s
Pluraldie Boxerunverändert
Feminindie BoxerinSportlerin
KompositaProfiboxer, Boxerhund, Boxershortshäufig

Beispiele

Herkunft und Wortfamilie

Boxer ist ein Lehnwort aus dem Englischen: *to box* bedeutet mit den Fäusten schlagen. Ins Deutsche kam es im 19. Jahrhundert zusammen mit dem Sport, der damals aus England kam. Das Verb heißt auf Deutsch *boxen*, die Sportart *das Boxen* oder *der Boxsport*. Die Hunderasse wurde in München aus dem Bullenbeißer gezüchtet; ein Rassestandard entstand um 1900. Der Boxermotor bekam seinen Namen von den Kolben, die sich wie zwei Boxer gegeneinander bewegen. Zum Hund passt auch ein Blick auf den Hund allgemein.

Wie heißt eine Boxerin auf Englisch?

Einfach *boxer*; das Englische unterscheidet hier nicht nach Geschlecht.

Ist „Boxer“ für Unterhosen korrekt?

Umgangssprachlich ja. Standardsprachlich sagt man Boxershorts, im Plural.

Quellen

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