Die Kosten oder kosten? Was man zahlt – und was man probiert

Kosten sind die Ausgaben, die für etwas bezahlt werden müssen. Als Verb bedeutet kosten einen Preis haben, aber auch etwas probieren, also schmecken.

Kosten gehört zu den Wörtern, die man fast nur im Plural kennt. Was nichts kostet, ist nicht immer umsonst – manchmal kostet es Zeit. Dazu kommt ein gleichlautendes Verb, das schmecken bedeutet und eine ganz andere Herkunft hat.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Substantivdie Kosten (nur Plural)die Kosten tragen
Präsens (er)kostetDas kostet zehn Euro.
PräteritumkosteteEs kostete ein Vermögen.
Partizip IIgekostetWas hat das gekostet?
KompositaNebenkosten, Unkosten, KostenvoranschlagDie Nebenkosten steigen.

Beispielsätze

Zwei Verben, eine Form

kosten im Sinn von „einen Preis haben“ kam im Mittelalter über altfranzösisch *coster* aus dem lateinischen *constare* „zu stehen kommen“. Das Substantiv *die Kosten* gehört dazu.

kosten im Sinn von „probieren“ ist dagegen ein altes germanisches Wort (althochdeutsch *kostōn*), verwandt mit lateinisch *gustare* „schmecken“. Die beiden Wörter fielen zufällig in der Form zusammen. Was etwas kostet, nennt man den Preis; die geplanten Kosten fasst ein Budget zusammen.

Heißt es Kosten oder Unkosten?

*Kosten* ist das neutrale Wort; *Unkosten* meint zusätzliche, oft unerwünschte Ausgaben und wird in der Fachsprache gemieden.

Gibt es „die Koste“ im Singular?

Nein. *Kosten* ist ein Pluralwort; wer eine einzelne Ausgabe meint, sagt *Kostenpunkt* oder *Ausgabe*.

Quellen

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