wecken oder aufwecken? Bedeutung, Formen und ein Brötchen

Wecken bedeutet, jemanden aus dem Schlaf zu holen. Übertragen heißt es, ein Gefühl, Interesse oder eine Erinnerung hervorzurufen. In Süddeutschland und Österreich ist der Wecken außerdem ein Gebäck.

Kaum ein Verb ist morgens so unbeliebt wie wecken. Der Wecker weckt den Körper, aber erst der Kaffee weckt den Geist. Neben der wörtlichen Bedeutung hat das Verb einen wichtigen übertragenen Sinn: Man kann Neugier, Hoffnung oder Erinnerungen wecken.

Formen

FormweckenHinweis
Präsens (er)wecktregelmäßig
Präteritumweckteschwaches Verb
Partizip IIgeweckt„ich habe ihn geweckt“
Perfekt-Hilfsverbhabennicht „sein“
Imperativweck(e)!„Weck mich nicht!“

Beispielsätze

Der Wecken: ein Brot mit Keil

In Süddeutschland und Österreich ist der Wecken (oder das Weckle, der Weck, die Semmel je nach Region) ein Backwerk. Das Wort hat mit dem Aufwachen nichts zu tun: Es geht auf althochdeutsch *wecki* (Keil) zurück, weil frühe Brote keilförmig geformt waren. In Österreich bezeichnet „ein Wecken“ meist ein längliches Brot, im Schwäbischen das „Weckle“ ein kleines Brötchen. Das Verb wecken dagegen ist mit *wach* verwandt und bedeutet wörtlich „wach machen“. Das Gegenteil wäre, jemanden in Ruhe schlafen zu lassen.

Was ist der Unterschied zwischen wecken und aufwecken?

Meist austauschbar; aufwecken betont das Ergebnis, wecken kann auch geplant sein („Weckdienst“).

Ist wecken regelmäßig?

Ja: weckte, geweckt, Perfekt mit haben.

Quellen

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