Heim: Zuhause, Einrichtung und „heim“ als Richtung

Ein Heim ist ein Zuhause oder eine Einrichtung, in der Menschen gemeinsam wohnen und betreut werden, etwa ein Kinder- oder Altenheim. Klein geschrieben bedeutet heim „nach Hause“.

Heim klingt warm und nüchtern zugleich: Es ist das traute Zuhause, aber auch die Einrichtung mit Pflegepersonal. „Trautes Heim, Glück allein“ – so stand es früher auf gestickten Wandbildern. Als Adverb *heim* zeigt es die Richtung nach Hause.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdas Heimneutrum
Genitivdes Heims / des Heimesbeide korrekt
Pluraldie Heimeohne Umlaut
Adjektivheimisch, heimlichheimlich = ursprünglich „zum Haus gehörig“
KompositaAltenheim, Kinderheim, HeimspielHeimspiel = Spiel im eigenen Stadion

Beispielsätze

Heim, heimlich und die Orte auf -heim

Das althochdeutsche *heim* ist mit englisch *home* verwandt. Aus ihm entstanden Heimat, *Geheimnis* und *heimlich*: Was „zum Haus gehört“, bleibt vor Fremden verborgen. Viele Ortsnamen enden auf *-heim* – Mannheim, Hildesheim, Rüsselsheim – und bezeichneten ursprünglich die Siedlung eines Mannes oder Stammes. *Heimweh* ist die Sehnsucht nach dem Zuhause; in der Schweiz galt es im 17. Jahrhundert sogar als Krankheit von Söldnern. Ein Heim ist nicht immer ein Haus.

Was ist der Unterschied zwischen Heim und Haus?

Ein Haus ist das Gebäude, ein Heim der Ort, an dem man sich zu Hause fühlt – oder eine Betreuungseinrichtung.

Schreibt man „heimgehen“ zusammen?

Ja. *heim* ist hier ein Verbzusatz: *heimgehen, heimkommen, heimfahren*. Gehoben bedeutet *heimgehen* auch „sterben“.

Quellen

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