Duft, Geruch oder Gestank? Wie das Deutsche Nasen urteilen lässt

Ein Duft ist ein angenehmer, meist zarter Geruch, etwa von Blumen, frischem Brot oder Parfüm. Das Wort ist positiv gefärbt, anders als das neutrale Geruch oder das abwertende Gestank.

Wer Duft sagt, hat schon ein Urteil gefällt: Es riecht gut. Frischer Kaffee, Flieder im Mai, warmes Brot aus dem Ofen – all das duftet. Ein Duft kann eine Erinnerung schneller wecken als jedes Foto. Das liegt daran, dass Gerüche besonders direkt mit den Gedächtnis- und Gefühlszentren des Gehirns verknüpft sind.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Duftmaskulin
Genitivdes Duft(e)s
Pluraldie Düftemit Umlaut
Verbduftenduftete, hat geduftet
Adjektivduftend, duftigduftig = leicht, luftig

Beispiele

Duft – Geruch – Gestank

Das Deutsche unterscheidet fein, wie etwas riecht. Der Geruch ist neutral und kann gut oder schlecht sein. Der Duft ist immer angenehm. Der Gestank ist immer unangenehm. Ähnlich bei den Verben: *riechen* (neutral), *duften* (gut), *stinken* (schlecht). Eine Werbung sagt deshalb nie, dass ein Waschmittel nach Frühling riecht – sie sagt, dass es duftet. Gehoben gibt es noch *Wohlgeruch* und *Aroma*, das vor allem bei Speisen und Getränken gebraucht wird.

Kann ein Duft unangenehm sein?

Im wörtlichen Sinn nicht; wer es dennoch sagt, meint es ironisch.

Was ist der Plural von Duft?

Die Düfte – etwa in der Wendung Düfte und Aromen.

Quellen

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