Gitter: Stäbe, Netze und das Leben hinter Gittern

Ein Gitter ist eine Vorrichtung aus sich kreuzenden oder parallelen Stäben, Drähten oder Leisten, die etwas abgrenzt oder schützt. In Mathematik und Physik bezeichnet es eine regelmäßige Anordnung von Punkten oder Linien.

Ein Gitter lässt Licht und Luft durch, hält aber Menschen, Tiere oder Gegenstände zurück. Man findet es vor Kellerfenstern, an Zoogehegen und in jedem Gefängnis. Wer hinter Gittern sitzt, braucht keinen Käfig zu sehen, um zu wissen, dass er nicht frei ist. In der Wissenschaft wird das Wort ganz abstrakt für regelmäßige Muster gebraucht.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdas Gitterneutrum
Genitivdes Gitters
Pluraldie Gitterendungslos
Verbvergitternmit einem Gitter versehen
KompositaGitterbett, Fenstergitter, Absperrgitter

Beispiele

Gitter in der Wissenschaft

In der Kristallografie beschreibt das Kristallgitter, wie Atome oder Ionen in einem festen Stoff regelmäßig angeordnet sind. Kochsalz etwa bildet ein Gitter aus Natrium- und Chloridionen, das man unter der Lupe als würfelförmige Kristalle erkennt. In der Optik zerlegt ein *Beugungsgitter* Licht in seine Farben. Und auf Landkarten hilft das *Gradnetz*, ein Gitter aus Längen- und Breitengraden, jeden Ort genau zu bestimmen. Mit einem Zaun hat all das nur noch das Muster gemeinsam.

Was bedeutet hinter Gittern?

Im Gefängnis. Die Wendung spielt auf die vergitterten Zellenfenster an.

Ist Gitter dasselbe wie Zaun?

Nicht ganz: Ein Zaun begrenzt ein Gelände, ein Gitter sitzt oft vor Öffnungen wie Fenstern oder Schächten.

Quellen

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