Kredit: geliehenes Geld und geschenktes Vertrauen

Ein Kredit ist Geld, das eine Bank oder ein anderer Geldgeber für eine bestimmte Zeit gegen Zinsen überlässt. Übertragen bedeutet Kredit auch Vertrauen oder Glaubwürdigkeit.

Wer ein Auto, eine Wohnung oder eine Firma finanzieren will, braucht oft einen Kredit. Hinter dem nüchternen Finanzwort steckt eine schöne Idee. Wer einen Kredit gibt, glaubt daran, dass das Geld zurückkommt. Darum spricht man auch von Kredit, wenn jemand Vertrauen oder Ansehen genießt.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder KreditDarlehen
Genitivdes Kredit(e)sbeides korrekt
Pluraldie KrediteEndung -e
Buchhaltungdas KreditHabenseite eines Kontos
KompositaKreditkarte, Hauskredit, Kreditwürdigkeithäufig

Beispiele

Herkunft: Vertrauen auf Latein

Das Wort geht über das Italienische und Französische auf das lateinische *creditum* zurück, „das Anvertraute“, von *credere* „glauben, vertrauen“. Dasselbe Verb steckt im *Credo*, dem Glaubensbekenntnis. Ein Kredit ist also wörtlich ein Vertrauensvorschuss. Eine Besonderheit kennt die Buchhaltung: Dort heißt die rechte Kontoseite, die Habenseite, das Kredit – mit neutralem Artikel und Betonung auf der ersten Silbe. Im Alltag begegnet einem aber fast nur *der Kredit*.

Ist Kredit dasselbe wie Darlehen?

Fast. Darlehen ist der juristische Begriff für geliehenes Geld; Kredit ist weiter und umfasst auch Zahlungsaufschübe.

Wie lautet der Plural?

Die Kredite.

Quellen

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