Fenster: ein lateinisches Wort in der deutschen Wand

Ein Fenster ist eine meist verglaste Öffnung in einer Wand oder einem Fahrzeug, die Licht und Luft hereinlässt. Am Computer heißt so auch ein abgegrenzter Bereich auf dem Bildschirm.

Fenster verbinden drinnen und draußen. Man schaut hinaus, lüftet, und manchmal wirft man etwas hinaus. Wer Geld zum Fenster hinauswirft, sieht es nie wieder hereinfliegen.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Genus und Artikeldas Fensterdas Fenster klemmt
Genitivdes Fenstersder Griff des Fensters
Pluraldie Fensteralle Fenster putzen
Verkleinerungdas Fensterchenein Fensterchen im Dach
KompositaSchaufenster, Fensterbank, Zeitfensterauf der Fensterbank

Beispielsätze

Woher das Fenster kommt

Die Germanen kannten zunächst nur Luken ohne Glas. Mit dem römischen Steinbau kam das lateinische *fenestra* ins Deutsche und wurde zu *Fenster*. Das ältere germanische Wort lautete wohl *Augentor*; im Englischen setzte sich dagegen *window* durch – aus altnordisch *vindauga*, wörtlich „Windauge“. So hat das englische Fenster bis heute ein Auge, das deutsche den lateinischen Namen. Das Glas kam erst später in alle Häuser.

Was bedeutet „zum Fenster hinausreden“?

Reden, ohne dass es etwas bewirkt – oft mit Blick auf die Öffentlichkeit statt auf die Zuhörer im Raum.

Was ist ein Zeitfenster?

Ein begrenzter Zeitraum, in dem etwas möglich ist, etwa ein Termin für eine Lieferung oder den Start einer Rakete.

Quellen

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