Dialog: Gespräch zwischen zweien – oder doch mehreren?
Ein Dialog ist ein Gespräch zwischen zwei oder mehr Personen, besonders im Theater, Film oder in der Politik. In der Informatik bezeichnet er auch ein Fenster, das eine Eingabe erwartet.
Der Dialog stammt aus dem Griechischen und gehört zu den Grundbegriffen von Literatur und Politik. Er steht für ein echtes Gespräch, in dem beide Seiten zuhören. Das „Dia-“ in Dialog heißt „durch“, nicht „zwei“ – ein Dialog kann also auch mehr als zwei Teilnehmer haben.
- Gespräch zwischen Personen, besonders in Texten. *Der Roman besteht fast nur aus Dialogen.*
- Austausch zwischen Gruppen oder Staaten. *Beide Seiten suchen den Dialog.*
- Bedienfenster am Computer (Dialogfeld). *Ein Dialog fragt, ob die Datei gespeichert werden soll.*
Formen und Wortfamilie
| Form | Wort | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus + Artikel | der Dialog | Maskulinum |
| Genitiv | des Dialog(e)s | beide korrekt |
| Plural | die Dialoge | stark |
| Adjektiv | dialogisch | fachsprachlich |
| Gegenstück | der Monolog | eine Person spricht |
Dialog in Beispielsätzen
- Die Dialoge im Film wirken sehr natürlich.Medien und Literatur: gesprochene Textteile.
- Die Regierung setzt auf Dialog statt Konfrontation.Politische Sprache, oft ohne Artikel.
- Bestätigen Sie den Dialog mit „OK“.Informatik; vollständig auch Dialogfeld.
Herkunft und ein häufiger Irrtum
Dialog kommt über lateinisch *dialogus* aus griechisch *diálogos* „Unterredung“, zu *dialégesthai* „sich unterreden“. Das Präfix *dia-* bedeutet „durch, hindurch“, wie in Diagonale oder Diagnose. Viele halten es für das Zahlwort *di-* „zwei“. Deshalb entstand das scherzhafte Wort „Trialog“ für Gespräche zu dritt. Berühmt sind die philosophischen Dialoge Platons, in denen Sokrates seine Gesprächspartner durch Fragen zu Einsichten führt.
Was ist das Gegenteil von Dialog?
Der Monolog, also eine längere Rede einer einzigen Person.
Schreibt man Dialog oder Dialogue?
Im Deutschen nur Dialog. „Dialogue“ ist englisch bzw. französisch.