Asche: Was vom Feuer übrig bleibt
Asche ist der pulvrige, graue Rückstand, der nach dem Verbrennen von Holz, Kohle, Papier oder anderen Stoffen zurückbleibt; auch die Überreste eines eingeäscherten Menschen.
Asche ist das, was bleibt, wenn das Feuer erloschen ist. Sie ist leicht, grau und zerfällt bei Berührung. Gerade deshalb ist sie in vielen Kulturen ein Bild für Vergänglichkeit – und für Neubeginn, wie beim Phönix, der aus der Asche aufsteigt.
- Verbrennungsrückstand. *Die Asche im Kamin ist noch warm.*
- Sterbliche Überreste. *Seine Asche wurde im Meer verstreut.*
- Vulkanasche. *Die Aschewolke legte den Flugverkehr lahm.*
- Umgangssprachlich: Geld (veraltet). *Hast du noch etwas Asche?*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | die Asche | heiße Asche |
| Genitiv | der Asche | der Geruch der Asche |
| Plural | selten: die Aschen | – |
| Kompositum | der Aschenbecher | ein voller Aschenbecher |
| Verb | einäschern | Der Verstorbene wurde eingeäschert. |
Beispielsätze
- Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit.Katholischer Brauch: Aschenkreuz auf der Stirn.
- Ich streue Asche auf mein Haupt.Redewendung: einen Fehler reumütig eingestehen.
- Die Stadt lag in Schutt und Asche.Feste Paarformel für völlige Zerstörung.
Redewendungen und Bräuche
- „Asche zu Asche, Staub zu Staub“: Formel bei christlichen Beerdigungen.
- „Sich Asche aufs Haupt streuen“: nach biblischem Vorbild Reue zeigen.
- Aschenputtel: Märchenfigur der Brüder Grimm, die in der Asche am Herd schlafen musste.
- „Wie Phönix aus der Asche“: nach einem Zusammenbruch neu und stärker auferstehen.
Was ist der Unterschied zwischen Asche und Rauch?
Rauch steigt beim Verbrennen als Gas mit feinen Teilchen auf. Asche ist der feste Rest, der liegen bleibt.
Wird „Asche“ im Plural verwendet?
Kaum. Als Stoffname steht Asche fast immer im Singular. Feiner Staub und Asche werden oft verwechselt, Asche entsteht aber immer durch Verbrennen.