Was ist Staub, und wer macht sich aus dem Staub?
Staub sind feinste trockene Teilchen, die in der Luft schweben oder sich auf Flächen ablagern. In Redewendungen steht er für Aufsehen, Flucht oder Vergänglichkeit.
Staub liegt auf Regalen, tanzt im Sonnenlicht und füllt die Beutel von Staubsaugern. Wer viel Staub aufwirbelt, sorgt für Aufsehen – nicht unbedingt für Sauberkeit. Er ist feiner als Dreck und trockener als Schmutz.
- Feinste Teilchen. *Auf dem Schrank liegt eine dicke Schicht Staub.*
- Erde, Sand am Boden (gehoben). *Die Reiter wirbelten Staub auf.*
- Vergänglichkeit (biblisch). *Staub bist du, und zum Staub kehrst du zurück.*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Staub | feiner Staub |
| Genitiv | des Staub(e)s | die Belastung des Staubes |
| Plural (Fachsprache) | die Stäube | giftige Stäube |
| Verben | stauben, abstauben | Es staubt fürchterlich. |
| Komposita | Feinstaub, Staubsauger | Feinstaub messen |
Staub im Satz
- Der Dieb machte sich aus dem Staub.„sich aus dem Staub machen“ = heimlich verschwinden, fliehen.
- Kannst du mal Staub wischen?Haushaltssprache; auch „Staub saugen“ (getrennt geschrieben, auch „staubsaugen“ erlaubt).
- Der Stürmer staubte zum 1:0 ab.Fußballjargon: einen Abpraller verwerten; der Spieler ist ein „Abstauber“.
Redewendungen
- Sich aus dem Staub machen – vermutlich vom Schlachtfeld: Wer im aufgewirbelten Staub floh, wurde nicht gesehen.
- Viel Staub aufwirbeln – großes Aufsehen erregen.
- Den Staub von den Füßen schütteln – einen Ort im Zorn verlassen; die Wendung stammt aus dem Matthäusevangelium.
- Zu Staub zerfallen – vollständig vergehen, auch übertragen von Hoffnungen.
Hat Staub einen Plural?
Im Alltag nicht. In Technik und Umweltschutz spricht man aber von *Stäuben*, etwa *Holzstäube*.
Was ist Feinstaub?
Sehr kleine Partikel, die tief in die Lunge gelangen können. Sie werden in Städten regelmäßig gemessen.