Armut: Mangel am Nötigsten – und kein Mut darin

Armut ist der Zustand, in dem es einem Menschen an Geld und Mitteln für ein angemessenes Leben fehlt. Übertragen bezeichnet das Wort auch einen Mangel an etwas.

Armut bedeutet, dass das Nötigste fehlt: genug zu essen, eine sichere Wohnung, Zugang zu Bildung und Gesundheit. In reichen Ländern zeigt sie sich oft weniger sichtbar, etwa wenn Geld für Klassenfahrten oder Heizung nicht reicht. Armut ist nicht nur ein leeres Konto, sondern ein Leben mit immer weniger Möglichkeiten. Fachleute unterscheiden zwischen absoluter und relativer Armut.

Formen und Wortfamilie

MerkmalFormHinweis
Genusdie Armutfeminin
Plural—kein Plural
Adjektivarmärmer, am ärmsten
Personder/die Armesubstantiviertes Adjektiv
KompositaKinderarmut, Altersarmut, Armutsgrenze, Armutszeugnis

Beispiele

Warum Armut nichts mit Mut zu tun hat

Der Wortteil *-mut* in *Armut* sieht aus wie das Wort *Mut*, ist aber etwas ganz anderes. Im Althochdeutschen hieß das Wort *armuoti*; die Endung *-uoti* war eine Ableitungssilbe, mit der man aus Adjektiven Substantive bildete. Mit dem *Mut* hat sie keine Verbindung. Aus derselben alten Bildungsweise stammt auch *Heimat*, wo die Endung zu *-at* abgeschliffen wurde. Wer also *Armut* trennt, trennt richtig *Ar-mut*, aber nicht im Sinn von „armer Mut“. Ein naher Begriff ist Not.

Was ist der Unterschied zwischen absoluter und relativer Armut?

Absolute Armut heißt, dass das Überleben gefährdet ist. Relative Armut misst, ob jemand deutlich weniger hat als der Durchschnitt in seinem Land.

Was ist ein Armutszeugnis?

Ein Zeichen für Versagen oder Unfähigkeit. Ursprünglich war es eine Bescheinigung über Bedürftigkeit.

Quellen

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