Woher kommt das Wort Geld – und warum hat es einen Plural?
Geld ist ein allgemein anerkanntes Zahlungsmittel in Form von Münzen, Scheinen oder Guthaben, mit dem man Waren und Dienstleistungen bezahlt.
Geld ist im Deutschen meist ein Sammelbegriff: Man hat „viel Geld“, nicht „viele Gelder“. Den Plural gibt es dennoch, vor allem in der Amts- und Wirtschaftssprache, wo von Steuergeldern, Fördergeldern oder öffentlichen Geldern die Rede ist. Das Wort ist mit „gelten“ verwandt – Geld ist, was gilt.
- Zahlungsmittel. *Ich habe kein Geld dabei.*
- Vermögen, Reichtum. *Seine Familie hat Geld.*
- Geldbeträge für einen Zweck (meist Plural). *Die Gelder für das Projekt wurden gestrichen.*
Formen und Wortfamilie
| Form | Wort | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus + Artikel | das Geld | Neutrum |
| Genitiv | des Geldes / des Gelds | |
| Plural | die Gelder | Fachsprache: Fördergelder |
| Adjektiv | geldlich | eher selten; meist „finanziell“ |
| Komposita | Bargeld, Taschengeld, Trinkgeld |
Geld in Beispielsätzen
- Kann ich mit Karte zahlen, oder nur mit Geld?Im Alltag meint „Geld“ oft Bargeld.
- Das kostet ein Heidengeld.Umgangssprachlich: sehr viel Geld.
- In der Schweiz zahlt man mit Franken, in Österreich mit Euro.Währungsnamen; „Geld“ ist der Oberbegriff.
Herkunft und Redewendungen
- Althochdeutsch *gelt* bedeutete „Zahlung, Vergeltung, Opfer“ und gehört zu „gelten“ und „vergelten“.
- Geld stinkt nicht – geht auf den römischen Kaiser Vespasian zurück, der den Urin aus öffentlichen Bedürfnisanstalten besteuern ließ (*pecunia non olet*). Gemeint ist: Woher Geld kommt, sieht man ihm nicht an.
- Geld wie Heu haben – sehr reich sein.
- etwas zu Geld machen – verkaufen; Bargeld gibt es am Automaten der Bank.
Wie heißt die Währung in Deutschland?
Der Euro, unterteilt in 100 Cent. Davor war es die Deutsche Mark.
Sagt man „die Gelder“ im Alltag?
Kaum. Der Plural klingt amtlich und meint Geldmittel, etwa Steuergelder oder Spendengelder.