Sonde: vom Arztinstrument bis ins Weltall

Eine Sonde ist ein Instrument, das in einen Körper, einen Hohlraum oder einen unzugänglichen Bereich eingeführt wird, um zu messen, zu untersuchen oder Nahrung zuzuführen. Raumsonden erkunden das All.

Eine Sonde reicht dorthin, wo Menschen nicht hinkommen: in den Magen, in ein Bohrloch oder bis an den Rand des Sonnensystems. Eine Sonde ist ein verlängerter Arm der Neugier. Sie misst, fotografiert oder tastet ab und sendet die Daten zurück.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Sondefeminin
Genitivder Sondeunverändert
Pluraldie Sondenregelmäßig
Verbsondierenerkunden, vorsichtig prüfen
KompositaRaumsonde, Magensonde, LambdasondeOrt oder Zweck

Beispiele

Herkunft und eine Rekordsonde

Das Wort kam im 18. Jahrhundert aus dem Französischen: *sonde* bezeichnete das Senkblei, mit dem Seeleute die Wassertiefe maßen. Daraus entstand auch das Verb sondieren, das heute vor allem in der Politik vorkommt: Bei Sondierungsgesprächen tasten Parteien ab, ob eine Zusammenarbeit möglich ist. Die bekannteste Sonde der Welt ist wohl Voyager 1. Sie startete 1977, verließ 2012 als erstes menschengemachtes Objekt die Heliosphäre und ist bis heute das am weitesten entfernte Objekt, das Menschen ins Weltall geschickt haben.

Was ist eine Raumsonde?

Ein unbemanntes Raumfahrzeug, das Planeten, Monde oder den Weltraum erforscht und Messdaten zur Erde sendet.

Was bedeutet sondieren?

Vorsichtig erkunden, ob etwas möglich ist – ursprünglich mit einer Sonde die Tiefe ausloten.

Quellen

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