Wolke: vom Regenbringer bis zur Wolke sieben
Eine Wolke ist eine sichtbare Ansammlung winziger Wassertröpfchen oder Eiskristalle in der Luft. Übertragen bezeichnet sie auch eine dichte Menge von Staub, Rauch oder Duft.
Jede Wolke ist eigentlich Nebel in großer Höhe. Trotzdem lieben Menschen es, in ihnen Gesichter und Tiere zu sehen. Wer auf Wolke sieben schwebt, merkt vom Wetter darunter nichts. Das Wort ist auch bei Regen und Sonnenschein ein Dauergast in Redewendungen. Dabei kann eine einzige große Haufenwolke Hunderte Tonnen Wasser tragen.
- Ansammlung von Wassertröpfchen am Himmel. *Dunkle Wolken ziehen auf.*
- Dichte Menge in der Luft. *Eine Wolke aus Staub und Rauch lag über der Stadt.*
- Datenspeicher im Internet (Cloud). *Die Fotos sind in der Wolke gesichert.*
Formen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | die Wolke | feminin |
| Genitiv | der Wolke | unverändert |
| Plural | die Wolken | Endung -n |
| Adjektiv | wolkig, bewölkt | Wetterbericht |
| Komposita | Gewitterwolke, Wolkenkratzer, Wolkenbruch | häufig |
Beispiele
- Als sie die Nachricht hörte, fiel sie aus allen Wolken.Völlig überrascht sein.
- Seit der Hochzeit schwebt er auf Wolke sieben.Überglücklich, meist verliebt.
- Ein Wolkenbruch setzte die Straßen unter Wasser.Sehr heftiger, kurzer Regen.
Wolkenarten
- Cumulus – Haufenwolke, die typische weiße Schönwetterwolke mit flacher Unterseite.
- Stratus – Schichtwolke, eine graue, gleichmäßige Decke.
- Cirrus – Federwolke aus Eiskristallen, sehr hoch.
- Cumulonimbus – Gewitterwolke, die bis zu zwölf Kilometer hoch aufsteigen kann. Die lateinischen Namen gehen auf den Briten Luke Howard zurück (1802/03).
Warum ist eine Wolke weiß?
Die Tröpfchen streuen alle Farben des Sonnenlichts gleichmäßig. Sehr dicke Wolken wirken grau, weil wenig Licht durchkommt.
Woher kommt „Wolke sieben“?
Die Herkunft ist nicht eindeutig geklärt. Oft wird auf den „siebten Himmel“ verwiesen, die höchste Stufe himmlischen Glücks.