Woher kommt „vom Regen in die Traufe“? Alles über den Regen
Regen ist Niederschlag in Form von Wassertropfen, die aus den Wolken fallen. Übertragen bezeichnet er eine große Menge, die auf jemanden niedergeht.
Der Regen gehört zum mitteleuropäischen Alltag; in Deutschland fallen im Schnitt etwa 700 bis 800 Liter pro Quadratmeter im Jahr. Wer „vom Regen in die Traufe kommt“, gerät aus einer schlechten Lage in eine noch schlechtere. Die Traufe ist die Dachkante, an der das Wasser gesammelt herabstürzt.
- Niederschlag. *Für morgen ist Regen angesagt.*
- Große Menge (übertragen). *Nach dem Tor folgte ein Regen aus Konfetti.*
- Unerwartetes Geld. *Die Erbschaft war ein warmer Regen.*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Regen | starker Regen |
| Genitiv | des Regens | trotz des Regens |
| Plural | (die Regen) | selten, fachsprachlich |
| Verb | regnen | es regnet |
| Kompositum | der Regenbogen | ein doppelter Regenbogen |
Beispiele
- Wir sind voll in den Regen gekommen.Alltagssprache: Wir wurden nass.
- Es regnet in Strömen.Verb „regnen“ immer mit „es“.
- Er hat uns im Regen stehen lassen.Übertragen: Er hat uns nicht geholfen.
Der Regen und sich regen
Nicht verwechseln: *der Regen* (Substantiv) und *sich regen* (Verb) „sich bewegen“: *Im Gebüsch regte sich etwas.* Die beiden Wörter sind nicht verwandt. Außerdem ist *Regen* der Name eines Flusses und einer Kreisstadt im Bayerischen Wald. Gegen das Wetter hilft ein Schirm, und hinter jedem Schauer steckt eine Wolke. Dauerregen, Nieselregen, Platzregen und Sprühregen beschreiben die Stärke.
Hat Regen einen Plural?
Kaum. In der Meteorologie spricht man von „Regenfällen“.
Was ist saurer Regen?
Regen, der durch Luftschadstoffe sauer geworden ist; ein großes Umweltthema der 1980er-Jahre.