Was bedeutet der Wille – und warum heißt es „um Himmels willen“?

Der Wille ist die Fähigkeit und Absicht, etwas bewusst zu wollen und durchzusetzen. Im Recht bezeichnet der „letzte Wille“ das Testament.

Der Wille steht für das, was ein Mensch ernsthaft erreichen möchte – mehr als ein bloßer Wunsch, weil er auf Handeln zielt. Wer einen Willen hat, wünscht nicht nur, sondern entscheidet. Deshalb spricht man von Willenskraft, wenn jemand trotz Widerständen dranbleibt.

Formen und Deklination

KasusSingularHinweis
Nominativder WilleNebenform: der Willen
Genitivdes Willensmit -ns wie Name
Dativdem Willen—
Akkusativden Willen—
Pluraldie Willenselten gebraucht
KompositaWillenskraft, WählerwilleFugen-s

Beispiele aus dem Alltag

Redewendungen und Verwechslungen

Heißt es „des Willen“ oder „des Willens“?

Richtig ist „des Willens“. Wille gehört zu einer kleinen Gruppe wie Name oder Glaube, die im Genitiv -ns bekommt.

Schreibt man „um Gottes willen“ groß?

Nein. In der Präposition „um … willen“ wird willen kleingeschrieben, also „um Gottes willen“.

Was ist der letzte Wille?

So nennt man die Verfügung eines Menschen über sein Vermögen nach dem Tod, meist ein Testament.

Quellen

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