Tausch: Ware gegen Ware, Platz gegen Platz

Ein Tausch ist das Hingeben einer Sache, um dafür eine andere zu bekommen – ohne oder mit nur wenig Geld. Das Wort bezeichnet auch das Wechseln von Plätzen, Rollen oder Aufgaben.

Der Tausch ist die älteste Form des Wirtschaftens. Lange bevor es Geld gab, wechselten Getreide, Felle und Werkzeuge ihre Besitzer. Ein guter Tausch ist einer, bei dem beide Seiten glauben, das bessere Geschäft gemacht zu haben. Heute tauschen Kinder Sammelbilder, Erwachsene Wohnungen oder Dienstschichten.

Formen und Wortfamilie

WortFormBeispiel
Genusder Tauschmaskulin
Genitivdes Tausch(e)sbeide Formen
Pluraldie Tauscheselten
Verbtauschen, tauschte, getauschtBriefmarken tauschen
KompositaTauschhandel, Rollentausch, Wohnungstauschsehr produktiv

Beispielsätze

Tauschen und täuschen

Die beiden Verben sehen sich ähnlich – und sind tatsächlich verwandt. Nach verbreiteter Auffassung gehen *tauschen* und *täuschen* auf mittelhochdeutsche Formen zurück, die sowohl „tauschen“ als auch „betrügen, unwahr reden“ bedeuten konnten. Der Tauschhandel galt offenbar als ein Geschäft, bei dem man leicht übervorteilt wurde. Später trennten sich die Bedeutungen: *tauschen* wurde neutral, *täuschen* behielt den Betrug. Beim Handel spricht man heute vom *Austausch*, wenn Waren oder Ideen gegenseitig fließen, und vom *Umtausch*, wenn man im Geschäft eine Ware zurückgibt und dafür eine andere bekommt.

Was ist der Unterschied zwischen Tausch und Umtausch?

Ein Tausch findet zwischen zwei Partnern statt; ein Umtausch ist das Zurückgeben einer gekauften Ware gegen eine andere oder gegen Geld.

Wie lautet der Plural von Tausch?

*Die Tausche* ist möglich, wird aber kaum benutzt; man sagt eher *Tauschgeschäfte*.

Quellen

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