Vanille: Die Gewürzschote, deren Name aus dem Spanischen kommt

Vanille ist ein Gewürz aus den fermentierten Kapselfrüchten einer tropischen Orchidee. Sie wird vor allem für Süßspeisen, Eis und Gebäck verwendet.

Vanille ist nach Safran eines der teuersten Gewürze der Welt. Die schwarzen Schoten stammen von einer Kletterorchidee, deren Blüten jeweils nur einen Tag geöffnet sind. Fast jede echte Vanilleschote wurde von Hand bestäubt, Blüte für Blüte. Den Duft kennt dennoch jedes Kind, sei es aus Eis, Pudding oder Kuchen.

Formen und Komposita

MerkmalFormHinweis
Genusdie Vanillefeminin
Genitivder Vanilleunverändert
Plural—kaum gebräuchlich
Aussprache[vaˈnɪljə] oder [vaˈnɪlə]beides üblich
KompositaVanilleschote, Vanillezucker, VanillekipferlKipferl: österreichisch und bairisch

Beispiele

Herkunft und Geschichte

Das Wort stammt vom spanischen *vainilla* „kleine Hülse, Schote“, einer Verkleinerung von *vaina* „Scheide, Hülse“, das auf lateinisch *vāgīna* zurückgeht. Die Pflanze kommt ursprünglich aus Mexiko, wo sie von einer bestimmten Bienenart bestäubt wird. Außerhalb Mexikos trug die Vanille deshalb lange keine Früchte. Erst 1841 entdeckte der zwölfjährige Edmond Albius auf der Insel Réunion eine einfache Methode der Handbestäubung. Sie wird bis heute angewandt und erklärt den hohen Preis. Gut passt Vanille zu Sahne und Obst.

Was ist der Unterschied zwischen Vanillezucker und Vanillinzucker?

Vanillezucker enthält echte Vanille, Vanillinzucker meist nur den künstlich hergestellten Aromastoff Vanillin.

Warum ist Vanille so teuer?

Weil die Blüten von Hand bestäubt werden müssen und die Schoten danach monatelang fermentiert und getrocknet werden.

Quellen

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