Was ist ein Kartell? Preisabsprachen, Drogenbanden und das Bundeskartellamt

Ein Kartell ist ein Zusammenschluss rechtlich selbstständiger Unternehmen, die Preise, Mengen oder Märkte absprechen, um den Wettbewerb zu beschränken. Auch kriminelle Organisationen, etwa im Drogenhandel, heißen so.

Kartell ist ein Wort aus der Wirtschaft, das inzwischen auch in Kriminalberichten ständig vorkommt. Gemeint ist im Kern immer dasselbe: Wer eigentlich konkurrieren sollte, spricht sich heimlich ab. Ein Kartell schadet vor allem denen, die nicht mit am Tisch sitzen – den Kunden. In Deutschland wacht das Bundeskartellamt in Bonn darüber.

Formen und Wortfamilie

FormWortHinweis
Genus + Artikeldas KartellNeutrum
Genitivdes Kartellsmit -s
Pluraldie Kartellemit -e
Behördedas BundeskartellamtSitz in Bonn
KompositaDrogenkartell, Kartellrecht, PreiskartellKartell als Grund- und Bestimmungswort

Kartell im Satz

Herkunft

Das Wort kam über das Französische (*cartel*) ins Deutsche und geht auf italienisch *cartello* „Zettel, Schriftstück“ zurück, eine Verkleinerung von *carta* „Papier“. Ursprünglich meinte es eine schriftliche Herausforderung zum Duell und die Regeln dafür, später jede schriftliche Vereinbarung zwischen Gegnern. Erst im 19. Jahrhundert wurde daraus die wirtschaftliche Absprache. Mit einer Karte ist das Wort also entfernt verwandt.

Sind Kartelle in Deutschland verboten?

Ja, grundsätzlich. Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen verbietet Absprachen über Preise und Märkte; Verstöße werden mit hohen Bußgeldern geahndet.

Was ist der Unterschied zu einer Mafia?

Ein Drogenkartell ist ein Zusammenschluss von Händlern; Mafia bezeichnet eher eine geheime, familienartig organisierte Verbrecherstruktur.

Quellen

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