Sessel: in Deutschland ein Polstermöbel, in Österreich ein Stuhl

Ein Sessel ist in Deutschland ein bequemer, gepolsterter Sitz mit Rücken- und Armlehnen für eine Person. In Österreich bezeichnet das Wort dagegen meist einen gewöhnlichen Stuhl.

Beim Sessel wartet eine Überraschung, sobald man über die Grenze nach Österreich fährt. Was in Deutschland ein gemütliches Polstermöbel ist, kann dort ein einfacher Küchenstuhl sein. Wer in Wien „Nehmen Sie sich einen Sessel“ hört, soll sich nur einen Stuhl holen. Gemütlich wird es dort erst im *Fauteuil*.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Sesselmaskulin
Genitivdes Sessels-s
Pluraldie Sesselunverändert
Diminutivdas Sesselchenselten
KompositaOhrensessel, Sessellift, Chefsesselhäufig

Beispiele

Regionale Unterschiede

In Deutschland unterscheidet man streng: Ein *Stuhl* ist hart und hat höchstens eine Rückenlehne, ein *Sessel* ist gepolstert und hat Armlehnen. In Österreich und teils in Süddeutschland heißt der einfache Stuhl *Sessel*, der Polstersessel dagegen *Fauteuil* (aus dem Französischen). Für mehrere Personen gibt es dann das Sofa. Das Wort stammt von althochdeutsch *sezzal* und gehört zu *sitzen* und *Sitz*; verwandt ist lateinisch *sella* „Stuhl, Sessel“.

Was ist der Unterschied zwischen Sessel und Stuhl?

In Deutschland: Ein Sessel ist gepolstert und hat Armlehnen, ein Stuhl ist einfacher. In Österreich wird *Sessel* für beides gebraucht.

Was ist ein Fauteuil?

Das österreichische und schweizerische Wort für einen gepolsterten Lehnsessel.

Quellen

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