Taktik oder Strategie? Der Plan für den nächsten Zug

Taktik ist das planvolle Vorgehen, um in einer bestimmten Situation ein Ziel zu erreichen, etwa im Sport, im Spiel oder im Militär. Sie betrifft meist kurzfristige Schritte innerhalb einer größeren Strategie.

Taktik braucht man, sobald jemand mitspielt, der gewinnen will: im Fußball, beim Schach, in Verhandlungen. Die Strategie sagt, wohin man will; die Taktik, wie man den nächsten Schritt dorthin macht. Im Alltag klingt das Wort manchmal nach List.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Taktikfeminin
Genitivder Taktikunverändert
Pluraldie Taktiken-en
Adjektivtaktischtaktisch klug
Personder Taktiker / die Taktikerinwer geschickt plant

Beispiele

Herkunft und Abgrenzung

Das Wort stammt von griechisch *taktikḗ (téchnē)*, der „Kunst der Anordnung“, zu *tássein* „ordnen, aufstellen“. Gemeint war ursprünglich, wie man Soldaten in Schlachtreihen aufstellt. Ins Deutsche kam es im 17. Jahrhundert über französisch *tactique*. Die *Strategie* ist der übergeordnete Plan, die Taktik ihr Werkzeug im Einzelfall. Im Schach spricht man von Taktik bei kurzen Kombinationen mit Opfern und Gabeln, von Strategie bei langfristigen Stellungsvorteilen. Beides zusammen entscheidet ein Spiel.

Was ist der Unterschied zwischen Taktik und Strategie?

Die Strategie legt das langfristige Ziel und den Gesamtweg fest. Die Taktik bestimmt die konkreten Schritte in einer bestimmten Situation.

Ist „taktieren“ negativ?

Oft ja. Wer taktiert, handelt berechnend und hält sich bedeckt, statt offen zu sagen, was er will.

Quellen

WhatsAppXTelegramFacebook

Mehr Wörter mit 6 Buchstaben