Reif oder der Reif? Ein Wort für Früchte, Erfahrung und Frost

Das Adjektiv reif beschreibt Früchte, die voll entwickelt und genießbar sind, und übertragen Menschen, die erwachsen oder bereit sind. Das Substantiv der Reif bezeichnet gefrorenen Tau oder einen Ring.

Reif ist ein Wort, das man zweimal lernen muss. Als Adjektiv beschreibt es Obst, das gepflückt werden kann, und Menschen, die gelassen und erfahren geworden sind. Als Substantiv glitzert *der Reif* an kalten Morgen auf den Wiesen. Ein reifer Apfel fällt vom Baum, der Reif fällt vom Himmel.

Formen

FormWortHinweis
KomparativreiferAdjektiv
Superlativam reifstenAdjektiv
Verbreifenreifte, gereift
Substantivdie ReifeZustand des Reifseins
Substantivder Reif, die ReifeFrost; Ring

Beispiele

Zwei Wörter, ein Klang

Das Adjektiv reif und das Substantiv der Reif sind zwei verschiedene Wörter, die nur zufällig gleich klingen. *Reif* im Sinn von »erntefertig« geht auf althochdeutsch *rīfi* zurück und ist mit englisch *ripe* verwandt. Der Reif als Frost stammt von althochdeutsch *hrīfo*; in der Wetterkunde ist er Eis, das sich direkt aus Wasserdampf an kalten Flächen bildet, ähnlich wie Frost an Fensterscheiben. Der Ring geht auf einen dritten Stamm zurück, althochdeutsch *reif* »Seil, Band«, zu dem auch *Reifen* gehört.

Was ist der Unterschied zwischen Reif und Raureif?

In der Meteorologie entsteht Reif bei klarer Nacht aus Wasserdampf, Raureif dagegen aus unterkühltem Nebel bei Wind. Im Alltag werden beide oft gleich verwendet.

Was bedeutet Mittlere Reife?

Der Realschulabschluss in Deutschland nach der 10. Klasse.

Quellen

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