Der Name, des Namens: Wie heißt das richtig?
Ein Name ist die Bezeichnung, mit der eine Person, ein Ort oder eine Sache benannt und von anderen unterschieden wird. Übertragen steht er für Ruf und Ansehen.
Jeder Mensch hat einen Namen, und jeder stolpert irgendwann über seine Deklination. Der Nominativ ist einfach, der Genitiv nicht. Es heißt „der Name“, aber „des Namens“ – mit n und s zugleich, wie sonst nur bei wenigen Wörtern.
- Benennung einer Person. *Mein Name ist Lena Berger.*
- Bezeichnung für Dinge, Orte, Tiere. *Wie ist der Name dieser Blume?*
- Ruf, Ansehen. *Sie hat sich als Ärztin einen Namen gemacht.*
- Auftrag, Vertretung: im Namen von. *Ich spreche im Namen aller Kollegen.*
Deklination
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Name | die Namen |
| Genitiv | des Namens | der Namen |
| Dativ | dem Namen | den Namen |
| Akkusativ | den Namen | die Namen |
| Komposita | Vorname, Nachname | Spitzname |
Beispielsätze
- Wie war noch mal Ihr Name?Höfliche Nachfrage; „Wie heißen Sie?“ ist direkter.
- Er ist nur dem Namen nach Chef.Bedeutet: formal, nicht tatsächlich.
- Nenn das Kind beim Namen!Redewendung: etwas offen aussprechen.
Name oder Namen?
Im Nominativ Singular ist heute nur der Name standardsprachlich. Die Form *der Namen* existiert als ältere Nebenform und klingt regional oder altertümlich. Gleich gebaut sind *Gedanke*, *Glaube*, *Wille*, *Funke* und *Buchstabe*: „des Gedankens“, „des Willens“. Zum vollständigen Namen gehören Vorname und Nachname. Ein früherer Adelstitel wie „Graf“ ist in Deutschland seit 1919 Teil des Nachnamens, ein akademischer Titel wie „Dr.“ dagegen nicht.
Schreibt man „im Namen“ oder „im Name“?
Nur „im Namen“, denn nach „in“ steht hier der Dativ: dem Namen.
Was ist ein Spitzname?
Ein inoffizieller, oft liebevoller oder spöttischer Zusatzname, etwa „Lu“ für Ludwig.