Bein in Gips: was Gips ist und wofür man ihn braucht

Gips ist ein weißes Mineral (Calciumsulfat), das gebrannt und mit Wasser angerührt wieder hart wird. Man nutzt ihn auf dem Bau, für Abgüsse und als Verband bei Knochenbrüchen.

Gips begegnet uns an der Zimmerwand, im Museum und im Krankenhaus. Das Besondere: Gebrannter Gips verliert Wasser und wird wieder steinhart, sobald man ihn mit Wasser anrührt. Diese Eigenschaft macht ihn so vielseitig.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Gipsmaskulin
Genitivdes Gipsesmit -es
Pluraldie Gipseselten, Fachsprache
Verbgipsen – gipste – gegipstauch: eingipsen
KompositaGipsabdruck, Gipskarton, Gipsbeinsehr produktiv

Beispielsätze

Herkunft und Kulturgeschichte

Das Wort kam über lateinisch *gypsum* aus griechisch *gýpsos* ins Deutsche. Schon im alten Ägypten wurde Gips als Mörtel verwendet. In der Bildhauerei dienen Gipsabgüsse seit der Renaissance dazu, berühmte Statuen zu verbreiten; viele Kunstakademien besitzen bis heute ganze Abgusssammlungen. Den Gipsverband bei gebrochenen Knochen machte im 19. Jahrhundert der niederländische Militärarzt Antonius Mathijsen populär.

Warum unterschreiben Freunde auf einem Gips?

Ein alter Brauch: Der weiße Verband eignet sich gut für Grüße und Genesungswünsche.

Was ist Gipskarton?

Eine Platte aus Gips, beidseitig mit Karton beschichtet, die im Trockenbau für Wände und Decken dient.

Quellen

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