Bein in Gips: was Gips ist und wofür man ihn braucht
Gips ist ein weißes Mineral (Calciumsulfat), das gebrannt und mit Wasser angerührt wieder hart wird. Man nutzt ihn auf dem Bau, für Abgüsse und als Verband bei Knochenbrüchen.
Gips begegnet uns an der Zimmerwand, im Museum und im Krankenhaus. Das Besondere: Gebrannter Gips verliert Wasser und wird wieder steinhart, sobald man ihn mit Wasser anrührt. Diese Eigenschaft macht ihn so vielseitig.
- Mineral, Calciumsulfat. *In der Höhle glitzern Gipskristalle.*
- Baustoff zum Verputzen und Spachteln. *Die Löcher in der Wand werden mit Gips gefüllt.*
- Gipsverband bei einem Bruch. *Nach dem Sturz bekam sie einen Gips.*
- Material für Abgüsse und Modelle. *Der Bildhauer goss die Figur in Gips.*
Formen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Gips | maskulin |
| Genitiv | des Gipses | mit -es |
| Plural | die Gipse | selten, Fachsprache |
| Verb | gipsen – gipste – gegipst | auch: eingipsen |
| Komposita | Gipsabdruck, Gipskarton, Gipsbein | sehr produktiv |
Beispielsätze
- Mein Arm ist noch sechs Wochen in Gips.Medizinischer Alltag; „in Gips“ ohne Artikel.
- Der Gips wird heute oft durch Kunststoffverbände ersetzt.„der Gips“ für den Verband, umgangssprachlich.
- Die Wände sind aus Gipskarton.Trockenbau; in Österreich auch „Gipskartonplatten“.
Herkunft und Kulturgeschichte
Das Wort kam über lateinisch *gypsum* aus griechisch *gýpsos* ins Deutsche. Schon im alten Ägypten wurde Gips als Mörtel verwendet. In der Bildhauerei dienen Gipsabgüsse seit der Renaissance dazu, berühmte Statuen zu verbreiten; viele Kunstakademien besitzen bis heute ganze Abgusssammlungen. Den Gipsverband bei gebrochenen Knochen machte im 19. Jahrhundert der niederländische Militärarzt Antonius Mathijsen populär.
Warum unterschreiben Freunde auf einem Gips?
Ein alter Brauch: Der weiße Verband eignet sich gut für Grüße und Genesungswünsche.
Was ist Gipskarton?
Eine Platte aus Gips, beidseitig mit Karton beschichtet, die im Trockenbau für Wände und Decken dient.